Wahlen haben begonnen

15. Oktober 2006, 22:00
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Correa kann mit den meisten Stimmen rechnen

Quito - In ruhiger Atmosphäre haben am Sonntag die Präsidenten- und Parlamentswahlen begonnen. Den rund neun Millionen zur Wahl verpflichteten Bürgern stellen sich insgesamt 13 Kandidaten für das höchste Staatsamt. Umfragen zufolge kann der linksgerichtete Populist Rafael Correa mit den meisten Stimmen rechnen. Er ist ein scharfer Kritiker der USA und steht dem venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez nahe. Die für einen Sieg in der ersten Wahlrunde notwendige Mehrheit dürfte der 43-Jährige Umfragen zufolge jedoch verfehlen.

Die Entscheidung würde dann in einer Stichwahl Ende November fallen. Ecuador, das vor allem vom Erdöl-Export lebt, war in den vergangenen Jahrzehnten von großer politischer Instabilität geprägt. Die letzten drei Präsidenten wurden gestürzt und ihre Stellvertreter beendeten die vierjährige Amtszeit. So auch der derzeitige Staatschef Alfredo Palacio, der sein Amt im Januar kommenden Jahres dem gewählten Nachfolger übergibt. (APA/dpa)

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