Frankreich erwägt Abzug von Elitesoldaten

20. Oktober 2006, 16:35
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Verteidigungsministerin Alliot-Marie trifft Rumsfeld

Washington - Frankreich erwägt einen Abzug seiner rund 200 Mann starken Sondereinheit aus Afghanistan. Das bestätigte Verteidigungsministerin Michèle Alliot-Marie am Donnerstag nach einem Treffen mit ihrem US-Kollegen Donald Rumsfeld in Washington. Die Ausweitung des NATO-Einsatzes in Afghanistan sei eine gute Gelegenheit, um den Verbleib der französischen Elitesoldaten auf den Prüfstand zu stellen. Die Entscheidung solle zu einem späteren Zeitpunkt fallen.

Französische Medien hatten bereits am Wochenende berichtet, die Sondereinheit solle bis Anfang 2007 zurückgezogen werden. Die Elitesoldaten sind im Südosten Afghanistans im Kampf gegen das Terrornetzwerk Al-Kaida sowie bei der Suche nach dem Al-Kaida-Chef Osama bin Laden im Einsatz. Frankreich ist außerdem mit 1.700 Soldaten an der von der NATO geführten ISAF-Mission beteiligt.

Alliot-Marie beendet ihre USA-Reise nach vier Tagen am (heutigen) Freitag nach einem Treffen mit UN-Generalsekretär Kofi Annan in New York. (APA/AP)

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