SPÖ: ÖVP-Signale "unverständlich"

19. Oktober 2006, 17:02
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Darabos wirft Schüssel und Pühringer "Liebäugeln" mit Dreier-Koalition vor

Wien - Kritik an den jüngsten Aussagen der ÖVP-Spitze kommt von der SPÖ. Für SP-Bundesgeschäftsführer Norbert Darabos sind die Äußerungen von Bundeskanzler Wolfgang Schüssel und Oberösterreichs Landeshauptmann Josef Pühringer "außerst bedauerlich und unverständlich". "Was von ÖVP-Obmann Schüssel abwärts heute zu hören ist, erweckt nicht den Eindruck, dass die ÖVP rasch zu einer handlungsfähigen Regierung kommen will", so Darabos im SP-Pressedienst.

Schüssel setze offenbar auf Zeit und liebäugle wie Pühringer mit einer schwarz-blau-orangen Koalition, kritisiert Darabos. Diese sei jedoch "alles andere als stabil" und "ungeeignet", die anstehenden Probleme zu lösen. Wenig hilfreich seien auch die Versuche des niederösterreichischen Landeshauptmannes Erwin Pröll, den Bundespräsidenten in die Koalitionsverhandlungen hineinzuziehen.

"Die Menschen in diesem Land erwarten sich, dass es möglichst rasch eine handlungsfähige Regierung und stabile Verhältnisse gibt", so Darabos: "Die SPÖ ist nach wie vor zuversichtlich, dass auch die ÖVP dies erkennt und das Wohl des Staates vor Eigeninteressen stellt. Bei den kommenden Koalitionsverhandlungen am Dienstag gibt es für alle die Möglichkeit, die Arbeit für das Land anzugehen." (APA)

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