Ein Drittel scheitert am Einbürgerungstest

24. Oktober 2006, 12:59
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Kritik an Fragenkatalog und Übungsmaterial

London - Brite werden ist gar nicht so leicht: Ein Drittel aller Bewerber scheitert in Großbritannien am Einbürgerungtest. Von den rund 82.000 Kandidaten, die den Test absolvierten, bestanden nur rund 57.000 (knapp 70 Prozent), wie die britische Zeitung "Sunday Telegraph" unter Berufung auf Zahlen des Innenministeriums berichtet. Der Test war im November eingeführt worden, um zu prüfen, ob die Antragsteller einen Bezug zu Großbritannien und seinen Traditionen haben. Er ist eine Voraussetzung für den Erhalt des britischen Passes.

Von den 24 Multiple-Choice-Fragen des Einbürgerungstests müssen die Kandidaten 75 Prozent richtig beantworten. Gefragt wird beispielsweise "Wie viele junge Leute leben in Großbritannien?" oder "Was sind 'quangos' (quasi-autonomous non-governmental organisations, halbstaatliche Organisationen)?". Ein Sprecher des Innenministeriums wies Kritik an dem Fragenkatalog zurück: Der Test könne beliebig oft wiederholt werden, sagte er. Die Vorbereitung kann sich allerdings auch schwierig gestalten, denn in dem von der Regierung empfohlenen Buch sind einige Fehler enthalten. Unter anderem wird dort ein berühmtes Zitat des ehemaligen Premierministers Winston Churchill falsch wiedergegeben. (APA/AFP)

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