Zurückhaltung nach Mord an Tiroler Mutter

15. Oktober 2006, 19:41
12 Postings

Ex-Gatte der Frau befragt: Polizei bemüht, letzte Stunden im Leben des Opfers zu rekonstruieren

Innsbruck - Nach dem Mord an einer 43-Jährigen in Tirol stand am Sonntag der Ex-Mann der vierfachen Mutter weiter im Zentrum der Ermittlungen. Die Frau aus der kleinen Gemeinde Uderns war Samstagmorgen von Verwandten erstochen in ihrer Wohnung gefunden worden, ihre elfjährige Tochter befand sich ebenfalls in den Räumen im ersten Stock eines Hauses in dem Zillertaler Ort. Ob das Kind Zeuge der tödlichen Attacke geworden ist oder geschlafen hat, wollten die Ermittler nicht sagen.

Die waren am Wochenende zunächst überhaupt äußerst zurückhaltend. Walter Pupp vom Landeskriminalamt Tirol bestätigte vorerst nur, dass die Frau mit einem Küchenmesser erstochen worden ist und keine Spuren eines gewaltsamen Eindringens in die Wohnung gefunden worden sind. Letzteres Faktum ist auch ein Grund, warum sich die Beamten bemühten, die letzten Stunden im Leben des Opfers zu rekonstruieren. Denn möglicherweise brachte sie ihren Mörder mit.

Der Ex-Gatte der Frau wurde mehrere Stunden lang befragt, schon in der Vergangenheit soll es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen gekommen sein. Neben der elfjährigen Tochter, die bei ihrer Mutter lebte, hatte die Frau noch weitere drei Kinder: drei Buben im Alter von vier, sechs und sieben Jahren, die alle in einem Heim leben. (APA, moe/DER STANDARD, Print-Ausgabe, 16.10. 2006)

Share if you care.