Zwischenstand bei Mitgliederbefragung wohlgehütetes Geheimnis

27. Oktober 2006, 11:19
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Funktionäre sprechen von "schwacher Beteiligung" - Auch Vize-Präsident Klein wurde Auskunft verweigert

Wien - Die Mitgliederbefragung des ÖGB bleibt vorerst ein wohlgehütetes Geheimnis. Intern heißt es, eine "schwache Beteiligung" sei Schuld daran, dass es keinen offiziellen Zwischenstand gebe. Selbst hohe Funktionäre wie ÖGB-Vizepräsident Karl Klein sind laut eigenen Angaben noch nicht über den Rücklauf informiert. ÖGB-Präsident Rudolf Hundstorfer hatte sich beim Start der Umfrage Anfang September einen Rücklauf von 20 Prozent erwartet, was etwa 250.000 Fragebögen entsprechen würde.

"Das wüsste ich selbst gerne", so Klein auf die Frage der APA, wie viele Fragebögen bereits den Weg zurück gefunden hätten. Erst beim Prozesslenkungsausschuss des ÖGB am vergangenen Donnerstag habe er, Klein, Informationen darüber gefordert, wie groß der Rücklauf bei der Befragung sei. Aber selbst ihm, dem Vizepräsidenten, seien keine Zahlen genannt worden. Ende der Einreichfrist ist der Mittwoch kommender Woche, Anfang November sollen dann offiziell erste Ergebnisse präsentiert werden, heißt es beim ÖGB.

"Es gibt kein Zwischenergebnis"

In der Pressestelle bleibt man hart: "Es gibt kein Zwischenergebnis." Man beteuert dort aber, dass die Fragen à la "Welchen Nutzen hatten Sie selbst schon einmal aus der Tätigkeit der Gewerkschaft?" für den Reformprozess eine wichtige "Orientierung" sein sollen. Auch bei den Regionalkonferenzen sollen die Wünsche der Mitglieder - auch Nicht-Mitglieder können übrigens teilnehmen - Thema sein. (APA)

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