Verunreinigte Biohirse: Erste Anzeige - Firma aus Burgenland wies Vorwürfe zurück

16. Oktober 2006, 15:22
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Unternehmer müsse nur dafür sorgen, dass Ware nicht verdirbt - Ausschöpfen von Hirse und Stechapfelsamen nicht die Aufgabe

Eisenstadt Umgebung - Die von der Supermarkt-Kette Hofer wegen Verunreinigung mit Stechapfelsamen zurückgerufene "Bio Goldhirse geschält, 1.000 Gramm" der Firma Bioking Perlinger GmbH stammt angeblich aus dem Burgenland. Das berichtete "Bio-Pionier" und Firmengründer Engelbert Perlinger in einer Aussendung am Freitag. Das hätten seine eigenen Untersuchungen ergeben.

Ein Lieferant des Unternehmens, das in keinem Zusammenhang mit der EP Naturprodukte GmbH steht, die Bioprodukte unter der Marke "Perlinger Bio" vertreibt, habe seine Biohirse aus einem Außenlager bei einer burgenländischen Firma bezogen, teilte Engelbert Perlinger mit. In diesem Lager sollen sich laut Perlinger immer noch hunderte Tonnen stark mit Stechapfelsamen verunreinigte Biohirse befinden. Diese stamme aus der Ernte des vergangenen Jahres.

Am Mittwoch hat der "Bio-Pionier" nach eigenen Angaben bei der Staatsanwaltschaft in Innsbruck Anzeige erstattet. Das burgenländische Unternehmen war am Freitag für keine Stellungnahme erreichbar.

Firma aus Burgenland wies Vorwürfe zurück

Der beschuldigte burgenländische Unternehmer weist die Vorwürfe jedoch zurück. "Es werden bei mir von Bauern Produkte gelagert. Meine Firma ist lediglich dazu verpflichtet, die Ware einwandfrei zu halten." Im Vertrieb gehen dann die landwirtschaftlichen Produkte an ausgewählte Kunden.

Für eine Trennung von Hirse und Stechapfelsamen sei die Firma in jedem Fall nicht verantwortlich. Es müsse lediglich dafür gesorgt werden, dass die Ware nicht verdirbt. "Für ein Ausschöpfen von Hirse und Stechapfelsamen verfügen wir auch gar nicht über die Möglichkeit", so der Unternehmer.

Giftige Stechapfelsamen

Am Freitag vor einer Woche hat der Lebensmitteldiskonter Hofer das Produkt "Bio Goldhirse, 1.000 Gramm" der Firma Bioking Perlinger GmbH zurückgerufen. Auslöser war eine verunreinigte Packung der Biohirse, in der 17 Stechapfelsamen entdeckt worden waren. Schon rund 15 Samen können nach Experten-Aussagen für Erwachsene tödlich sein, für Kleinkinder reiche bereits eine geringere Menge. (APA/Red)

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