Weitere Konsequenzen nach "Fall Kevin"

14. Oktober 2006, 13:56
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Jugendamtsleiter vorläufig suspendiert - Leiche des Buben war im Kühlschrank gefunden worden

Bremen - Der Tod des vom Jugendamt betreuten zweijährigen Kevin in Deutschland hat zu weiteren Konsequenzen geführt: Nach dem Rücktritt der Bremer Sozialsenatorin Karin Röpke wurde am Freitag der Jugendamtsleiter vorläufig suspendiert. Wie und wann der Zweijährige starb, war vorerst noch ungeklärt.

Der Bub war tot in der Wohnung seines drogenabhängigen und gewalttätigen Vaters gefunden worden. Das Bremer Jugendamt hatte die Vormundschaft für Kevin, ihn aber drei Monate nicht aufgesucht. Als Konsequenz aus dem Fall kündigten Familienministerin Ursula von der Leyen und Justizministerin Brigitte Zypries Initiativen an, um Kinder künftig besser vor Missbrauch und Vernachlässigung zu schützen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel forderte schonungslose Konsequenzen. "Wir müssen auf eine lückenlose Aufklärung ohne Wenn und Aber, und ohne Rücksicht auf alle, die davon wussten, dringen", sagte sie. (APA/AP)

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