Junges Räuber-Trio bedrohte Schüler

17. Oktober 2006, 21:28
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Drei Teenager begingen Raubüberfälle rund um Gymnasien in Wien

Wien/Linz – Geld war das Hauptmotiv einer drei Teenager starken Bande, die gut zwei Wochen lang in mehreren Bezirken Wiens auf Beutezug war. Die drei Serben, 13 und 14 Jahre alt, suchten sich ihre Opfer hauptsächlich unter Schülern rund um Gymnasien in Döbling und Währing, zehn Raubüberfälle und vier Fälle von Körperverletzung konnte ihnen die Polizei bisher nachweisen.

„Sie haben offenbar überall wandelnde Geldautomaten gesehen“, fasst Robert Klug von der Einheit zur Bekämpfung der Jugendbandenkriminalität die Mentalität der Burschen zusammen. „Sie sind unbefugt mit einem Auto unterwegs gewesen. Wenn sie wenig Benzin hatten hielten sie an, raubten einen anderen Burschen zu zweit aus und mit dem erbeuteteten Geld fuhren sie tanken“, schildert der Kriminalist. Auch für Nahrung wurden gestohlene Handys und iPods bei Hehlern in Bargeld umgetauscht. Die beiden älteren Teenager befinden sich in Haft, der 13-Jährige wurde zurück an seine Eltern gegeben. Ob die besonders aufmerksam sind, wagt Klug zu bezweifeln: Schließlich sei das Trio oft die ganze Nacht mit dem Auto unterwegs gewesen.

Auch in Oberösterreich bekam ein 14-Jähriger wegen eines Autos Ärger mit der Polizei: Der Bursch brachte mit dem Klein-Lkw seines auf Urlaub weilenden Vaters einen zwölfjährigen Freund im Bezirk Perg nach Hause, flüchtete drei Kilometer lang vor einem entgegenkommenden Streifenwagen und wurde angezeigt. (moe, DER STANDARD Printausgabe, 14./15.10.2006)

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