Urologe erhält Tiroler Landespreis für Wissenschaft

23. Oktober 2006, 14:27
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Prostata-Spezialist Georg Bartsch ausgezeichnet

Innsbruck - Der Innsbrucker Urologe Univ.-Prof. Georg Bartsch hat am Freitag von LH. Herwig van Staa den mit 14.000 Euro dotierten Tiroler Landespreis für Wissenschaft 2006 verliehen bekommen. Seit 1984 werden damit Persönlichkeiten ausgezeichnet, deren Leistungen im Interesse des Landes Tirol gelegen sind.

"Arzt, der nicht nur die Krankheit, sondern den gesamten Menschen sieht"

Die Publikationen des weltbekannten Arztes seien mittlerweile auf eine unglaubliche Zahl angewachsen, hieß es in einer Aussendung des Landes Tirol. Seine Hauptforschungsrichtung sei die Erkrankung der Prostata gewesen, seine besondere internationale Bedeutung verdanke er der Entwicklung einer Screening-Methode (PSA-Bestimmung) für das Prostata-Ca. Mit dem erfolgreichen Mini-Med-Studium habe er wesentlich zum Gesundheitsbewusstsein der Bevölkerung beigetragen.

Van Staa erinnerte in seiner Laudatio an den ersten Wissenschaftspreisträger des Landes Tirol, den Theologen Karl Rahner, der für viele seiner Zeitgenossen ein christliches Menschenbild vermitteln konnte. "Professor Georg Bartsch ist ebenfalls ein von christlicher Toleranz geprägter Arzt, der nicht nur die Krankheit, sondern den gesamten Menschen sieht. In herausragender Weise hat sich Professor Bartsch nicht nur um die Wissenschaft, sondern auch um das Land Tirol verdient gemacht!", begründete der Landeshauptmann die Überreichung des Wissenschaftspreises an den Urologen und sein Team. Unter den Gratulanten befanden sich LHStvin. Elisabeth Zanon und Altbischof Reinhold Stecher.

Werdegang

Georg Bartsch wurde am 5. Juli 1942 in Innsbruck geboren. An der Medizinischen Universität Innsbruck absolvierte er das Medizinstudium, seine Habilitation erfolgte im Jahr 1978. Neben seiner Tätigkeit in Innsbruck wirkte er an zahlreichen Universitäten, vornehmlich in den Vereinigten Staaten. 1987 wurde er zum Vorstand der Innsbrucker Klinik für Urologie ernannt. Aus familiären und persönlichen Gründen, wie auch aus Liebe zu seiner Heimat, habe er zahlreiche Berufungen an andere Universitäten - wie Rotterdam, Montreal, Toronto und Amsterdam - abgelehnt. (APA)

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