UNMIK übergibt Leichen von 28 Kosovo-Serben an Belgrader Behörden

16. Oktober 2006, 14:15
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Leiter der serbischen Staatskommission für Vermisste: 670 gelten noch als vermisst

Belgrad - Die UNO-Mission im Kosovo (UNMIK) hat am Freitag in der Ortschaft Merdare an der administrativen Grenze zu Serbien die Leichen von 28 Serben den Belgrader Behörden bzw. den Familienangehörigen der Getöteten übergeben. Sie alle waren während des Kosovo-Konfliktes 1998 gekidnappt worden. Ihre Leichen wurden im Vorjahr in einer Grotte unweit von Klina (Westkosovo) entdeckt worden.

Laut dem Leiter der serbischen Staatskommission für Vermisste, Veljko Odalovic, hat die UNMIK bisher die Leichen von 212 Serben und anderen Nicht-Albanern übergeben. Weitere 670 Personen würden weiterhin als vermisst gelten. Die Überstellung von rund 800 Leichen von Kosovo-Albanern, die im Frühjahr 2001 in mehreren Massengräbern in Serbien entdeckt wurden, war im Sommer abgeschlossen worden. (APA)

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