Vorarlberger Skinheads sollen Deutschen schwer misshandelt haben

16. Oktober 2006, 11:37
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Übergriff hat sich bereits im August ereignet: Opfer liegt immer noch im Wachkoma - Politisches Motiv auszuschließen

Bregenz - Zwei Männer aus der Vorarlberger rechtsextremen Skinhead-Szene sollen in Lindau am Bodensee (Bayern) im vergangenen August einen damals 19-jährigen Deutschen schwer misshandelt haben. Das Opfer ist nach wie vor nicht ansprechbar und liegt im Wachkoma. Nach Ermittlungen der Kriminalpolizei Lindau und des Vorarlberger Landeskriminalamts (LKA) werden nun mehrere der Tat verdächtige Vorarlberger einvernommen.

Die Ermittlungen der Lindauer Polizei hätten sich zunächst auf den deutschen Raum beschränkt, dann habe die Spur nach Vorarlberg geführt, erklärte der Vorarlberger Sicherheitsdirektor Elmar Marent. Die Einvernahme mehrerer Verdächtiger laufe bereits, so Marent. Bei zwei der Männer handle es sich "mit hoher Wahrscheinlichkeit" um die Haupttäter.

Schwerste Verletzungen

Am 20. August war es in Lindau vor einem Fastfood-Restaurant zu einer Auseinandersetzung zwischen dem Opfer und mehreren Skinheads gekommen. Dabei wurde der 19-Jährige niedergeschlagen. Als er bereits am Boden lag, traten die Täter mehrfach auf den Mann ein. Der Deutsche habe schwerste Verletzungen davon getragen. Ein politisches Motiv der Tat sei auszuschließen, betonte Marent. (APA)

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