Pensionist mit "Fichtenmoped" bewaffnet im Kindergarten

16. Oktober 2006, 11:38
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Steirer wollte Enkel abholen und hatte Motorsäge dabei: Kindergärtnerinnen alarmierten Polizei

Graz - Ein obersteirischer Pensionist ist mit einer Motorsäge bewaffnet in einen Kindergarten in Mürzzuschlag gegangen und wollte sein Enkelkind abholen - trotz des ausdrücklichen Verbotes der Mutter. Der alkoholisierte 61-Jährige versuchte seiner Forderung Nachdruck zu verliehen, in dem er das "Fichtenmoped" starten wollte - was ihm aber nicht gelang. Die Kindergärtnerinnen alarmierten die Polizei, die den Mann festnahm. Er wurde in die Landesnervenklinik Sigmund Freud in Graz eingeliefert, wie die Sicherheitsdirektion Steiermark am Freitag mitteilte.

Ausdrücklich untersagt

Der Pensionist bedrohte am Mittwoch gegen 11.00 Uhr die drei Kindergärtnerinnen des städtischen Kindergartens. Die Leiterin hatte dem Mann die Herausgabe des Kindes verwehrt, da die Mutter dies bereits zuvor "ausdrücklich untersagt" hatte. Darauf begann der Pensionist lautstark die Frau und zwei ihr zu Hilfe gekommene Kindergärtnerinnen zu beschimpfen.

Während er weiterhin die Herausgabe des Kindes verlangte, versuchte er vergeblich die Motorsäge zu starten. Obwohl er die drei Frauen weiter bedrängte, gelang es ihnen schließlich den 61-Jährigen bis zum Eingangstor des Spielplatzes zurückzudrängen.

In Psychiatrie überstellt

Die alarmierten Beamten der Polizeiinspektion Mürzzuschlag nahmen ihn dort fest und brachten ihn auf das Wachzimmer. Nach einer amtsärztlichen Untersuchung wurde der 61-Jährige in die Sigmund Freud-Klinik nach Graz überstellt. Die Leiterin des Kindergartens erlitt einen Schock, so die Polizeiinspektion Mürzzuschlag. (APA)

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