Präsidentenwahl 2008: Gute Nachrichten für Hillary Clinton

19. Oktober 2006, 15:39
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Aussichtsreicher Rivale Warner erklärt Verzicht auf Präsidentschafts-Kandidatur der Demokraten

Washington - Einen Monat vor der Kongresswahl in den USA bereiten die Demokraten bereits die Präsidentenwahl 2008 vor. Dabei richten sich viele Blicke auf Hillary Clinton. Für die Senatorin von New York gab es am Donnerstag gute Nachrichten: Einer ihrer aussichtsreichsten Rivalen, Mark Warner, erklärte seinen Verzicht auf die Präsidentschaftskandidatur.

15 Monate vor Beginn der "Primaries" liegt die Frau des Expräsidenten Bill Clinton damit klar in Führung vor etwa zwölf potenziellen Mitbewerbern. Warner, ein ehemaliger Gouverneur von Virginia, wäre wahrscheinlich der Kopf des Anti-Hillary-Lagers gewesen, sagte Steve Elmendorf, der 2004 den Wahlkampf von John Kerry mit organisierte. "Das ist gut für Hillary."

Schon ganz staatsmännisch reagierte Clinton auf den Rückzieher Warners: "Ich respektiere seine Entscheidung", sagte sie bei einem Wahlkampfauftritt für die anstehende Senatorenwahl in New York. Die Entscheidung für eine Präsidentschaftskandidatur sei eine immens persönliche Sache. Warner habe der Öffentlichkeit immens wichtige Dienste geleistet, und sie hoffe, dass er bei den Demokraten weiter eine wichtige Rolle spiele.

Weitere mögliche Bewerber

Die Entscheidung Warners hilft auch anderen Bewerbern, die wie dieser dem Lager der politischen Mitte zugerechnet werden. Dabei sind vor allem Senator Evan Bayh und der Gouverneur von Iowa, Tom Vilsack, zu nennen. Aussichten haben auch der ehemalige Senator von North Carolina, John Edwards, der 2004 als Kandidat für das Amt des Vizepräsidenten antrat.

Gerechnet wird schließlich auch mit einer Kandidatur des Gouverneurs von New Mexico, Bill Richardson, sowie der Senatoren Joe Biden (Delaware), Russ Feingold (Wisconsin) und Christopher Dodd (Connecticut). Durchaus möglich ist auch eine neuerliche Kandidatur von Kerry.

Der 51-jährige Warner hatte bereits Geld für seinen Wahlkampf gesammelt, traf seine Entscheidung nun aber offenbar aus Rücksicht auf seine Frau Lisa Collis und seine drei Töchter im Alter von 12, 15 und 16 Jahren. Warner erklärte, dass er jeden Präsidentschaftskandidaten der Demokraten unterstützen werde. Beobachter halten es für möglich, dass er nun möglicherweise als Kandidat für das Amt des Vizepräsidenten antreten wird. (APA/AP)

  • Hillary Clinton sieht sich einem Mitbewerber weniger gegenüber.

    Hillary Clinton sieht sich einem Mitbewerber weniger gegenüber.

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