Regionaler Polizeichef bei Anschlag getötet

16. Oktober 2006, 08:36
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Insgesamt 20 Tote bei Bombenanschlag auf Polizeiposten

Hilla/Dhuluija - Im Irak sind der anhaltenden Gewalt weitere 20 Menschen zum Opfer gefallen. In der vorwiegend von Schiiten bewohnten Stadt Hilla wurden bei einem Bombenanschlag auf einen Polizeiposten am Freitag sechs Menschen getötet. Der Sprengsatz sei in dem Gebäude explodiert und habe ein Loch in die Decke gerissen, teilte die Polizei mit. Zwölf Polizisten seien verletzt worden. Unter den Toten sei auch der örtliche Chef einer Sondereinheit zur Aufstandsbekämpfung.

In einem ländlichen Gebiet nördlich der Hauptstadt Bagdad wurden zudem 14 Leichen gefunden. Der Polizei zufolge gehörten die Männer zu einer Gruppe von 17 Bauarbeitern, die bereits am Donnerstag verschleppt worden waren. Die Leichen seien an Händen und Füßen gefesselt gewesen und in einem Garten nahe dem Ort Dhuluija entdeckt worden. Die meisten der Opfer waren offenbar aus dem vorwiegend von Schiiten bewohnten Ort Balad, nördlich von Bagdad.

Trotz der jüngsten Sicherheitsoffensive der US- und der irakischen Truppen reißt die Gewalt im Irak nicht ab. Neben Überfällen kommt es immer wieder zu Selbstmordanschlägen, Schusswechseln und Entführungen. Auch die Polizei wird wie bei dem jüngsten Anschlag in Hilla häufig zum Ziel von Attentaten der Rebellen. Der Aufbau einheimischer Sicherheitskräfte ist ein wesentlicher Teil der US-Pläne, um die Voraussetzungen für einen Abzug der ausländischen Soldaten aus dem Golfstaat zu schaffen. (APA/Reuters)

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