Drei kongolesische Politiker in London nach Überfall nackt zurückgelassen

19. Oktober 2006, 15:24
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Britische Polizei leitete Untersuchungen ein

London - Drei kongolesische Politiker sind nach eigenen Angaben in London von einer rivalisierenden Gruppe zusammengeschlagen, ausgeraubt und nackt in einer Straße zurückgelassen worden. Der Stabschef von Präsident Joseph Kabila, Leonard She Okitundu, machte in der Zeitung "Guardian" (Freitagausgabe) eine Gruppe von etwa 20 Gegnern für die Tat am Mittwoch verantwortlich.

Untersuchungen

Dem Blatt zufolge wurden später Fotos vom Anzug Okitundus und vom Inhalt seiner Taschen im Internet veröffentlicht. Darunter seien auch Kondome. Die Londoner Polizei bestätigte den Überfall im Nordwesten der Stadt. Es sei eine Untersuchung eingeleitet worden, sagte ein Polizeisprecher der Nachrichtenagentur Reuters.

In der Demokratischen Republik Kongo finden in etwa zwei Wochen Stichwahlen für das Präsidentenamt statt. Dabei tritt Kabila gegen den Vize-Präsidenten und früheren Rebellenchef Jean-Pierre Bemba an. Schon nach Bekanntwerden der ersten Ergebnisse war es zu Auseinandersetzungen zwischen Anhängern Kabilas und Bembas gekommen. Die Wahlen werden von den Vereinten Nationen (UN) und der Europäischen Union (EU) überwacht. An der 2.500 Mann starken EUFOR-Truppe sind auch drei österreichische Stabsoffiziere beteiligt. Sie sind in Kinshasa stationiert. (APA/Reuters)

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