Glanzleistung von Stefan Koubek

13. Oktober 2006, 08:22
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Dreisatzsieg gegen den zypriotischen Shootingstar Marcos Baghdatis, Nummer neun der Welt - Im Viertel­finale gegen Hrbaty

Wien - Österreich ist im Viertelfinale der BA-CA-Trophy 2006 durch Jürgen Melzer und überraschend auch durch Stefan Koubek vertreten. Nach Oliver Marach, der an David Nalbandian scheiterte, drehte Stefan Koubek am späten Donnerstagabend im zweiten Aufeinandertreffen eines ÖTV-Spielers gegen einen Top-Ten-Mann das Match um: Der Kärntner verlor zwar den ersten Satz in 22 Minuten, rang Peking-Sieger Marcos Baghdatis (CYP-4) aber nach 2:01 Stunden mit 1:6,7:6(3),6:2 nieder.

Damit stehen erstmals seit 16 Jahren wieder zwei Österreicher im Viertelfinale der BA-CA-Trophy. 1990 hatten dieses Kunststück Thomas Muster und Horst Skoff geschafft. Koubek trifft nun auf den Slowaken Dominik Hrbaty (ATP-Nr. 27), Melzer bekommt es mit Superstar Andy Roddick zu tun.

"Was im ersten Satz los war, hat eh jeder mitgekriegt. Ich habe kein Timing gehabt, ich weiß auch nicht, warum. Aber ich bin dran geblieben und habe weitergekämpft." Baghdatis, der sich zuvor schon auch selbst die Schuld an der Niederlage gegeben hatte, hat es verabsäumt, den Sack nach dem glatten ersten Satz zuzumachen. "Ja, das stimmt schon. Er hat mich teilweise leben lassen", bestätigte Koubek.

Über den Kampf fand der Bresnik-Schützling aber ins Spiel zurück und führte im zweiten Satz bald 4:1. Der Zypriote holte sich das Rebreak zum 3:4 und vergab bei 4:4 zwei Breakchancen, eine davon mit einem Netzroller zu Gunsten Koubeks. "Das Glück ist dann dazu gekommen", sagte der Kärntner, der zuletzt in Mumbai mit einem Halbfinale wieder in die Top 100 zurückgekehrt ist.

Gegen Hrbaty (Freitag/2. Match nach 16:30 Uhr) wird es freilich ein völlig anderes Match als gegen den Weltranglisten-9. "Es wird schwieriger werden, Dominik ist ein Trainingsviech und sehr fit." Im Head-to-Head der Beiden steht es übrigens 2:1 für den Slowaken, die bisher letzte Partie ist aber auch schon sechs Jahre her. (APA/red)

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    Koubek beißt sich durch.

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