Trend zur Bewusstseinsbildung

15. Oktober 2006, 16:59
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Bildungsanbieter beginnen das Weiterbildungspotenzial der über 45-Jährigen zu erkennen – Zwei Beispiele zeigen die Bewusstmachung einer neuen Zielgruppe

Die prognostizierte Bevölkerungspyramide der Statistik Austria zeigt, dass sich der Anteil der Menschen, die in rund zwanzig Jahren über 45 Jahre alt sein werden, im Aufwärtstrend befindet. Dass Angehörige dieser Altergruppe auch eine verstärkte Rolle im Beruf spielen, wird Weiterbildungsanbietern langsam bewusst.

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Ein gemeinsames Projekt der oberösterreichischen Sozialpartner und des Landes Oberösterreich beschäftigt sich mit der Thematik der immer älter werdenden Bevölkerung und ihrem Potenzial im Arbeitsleben. Das Ziel von "WAGE – Winning Age, Getting futurE" ist die Initiierung und Umsetzung innovativer Modelle zur Förderung und Leistungsfähigkeit älterer ArbeitnehmerInnen.

Finanziert wird das Projekt von der EU und dem Land Oberösterreich mit mehr als 1,5 Millionen Euro. Im Mittelpunkt stehen die Vermeidung von Altersarbeitslosigkeit und die Schaffung eines neuen Problembewusstseins bei einer breiten Öffentlichkeit. Gesundheit, Ausbau von Qualifikationen und Motivation aller ArbeitnehmerInnen in den Unternehmen sind drei wichtige Bausteine.

"Markterkenntnis"

Erstmals legt auch das WIFI Management Forum einen Fokus auf diese Zielgruppe. Ein Seminar im Jänner nächsten Jahres wird sich dem Thema "Zukunftskompetenz 45 +" widmen. "Das Seminar ist branchenunabhängig, wir wollen das mittlere bis obere Management eher im KMU-Bereich ansprechen und hier vor allem Personalisten, Personalentwicklung, PersonalleiterInnen aber auch GeschäftsführerInnen und UnternehmerInnen", gibt Sandra Reich vom WIFI Management Forum einen Überblick über die Zielgruppe.

Auch für sie ist die Stärkung des Bewusstseins für das Weiterbildungspotenzial dieser Altersgruppe wichtig: "Einerseits bei den Betroffenen selbst, andererseits bei den Personalentwicklern." Laut derzeitigem Anmeldestand stoße das Angebot auf gutes Interesse. "Uns ist bewusst geworden, dass die Weiterbildung der über 45-Jährigen ein Thema ist und am Markt erkannt wird", begründet Reich den Fokus auf die neue Zielgruppe. Auch Informationen der TrainerInnen und mediale Berichterstattung hätten dabei eine Rolle gespielt. (mat)

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