16 Verletzte bei zwei Selbstmordanschlägen im Südosten

14. Oktober 2006, 19:33
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Attentate richteten sich gegen Militärfahrzeuge in Khost - Indisches Konsulat in Kandahar angegriffen

Khost - Bei zwei Selbstmordanschlägen im Südosten Afghanistans sind am Donnerstag 16 Menschen verletzt worden. Einer der Attentäter sei mit einem Wagen in einen US-geführten Konvoi südlich der Stadt Khost gefahren und habe ihn zur Explosion gebracht, teilten die Behörden mit. Der zweite Attentäter habe sich nur wenige hundert Meter vom Sitz des Gouverneurs in Khost auf einen Transporter geworfen, der mit afghanischen Soldaten besetzt war. Zwei afghanische Soldaten und 14 Zivilisten wurden verletzt.

In der südafghanischen Stadt Kandahar, die als Hochburg der radikal-islamischen Taliban gilt, wurde am Donnerstag zudem das indische Konsulat attackiert. Wie die Polizei berichtete, warfen zwei Männer auf einem Motorrad im Vorbeifahren zwei Handgranaten auf das Gelände des Konsulats. Niemand wurde verletzt. Eine Granate traf einen Polizeiposten am Tor des Konsulats, eine zweite landete auf dem Rasen des Anwesens.

Die Sicherheitslage in dem zentralasiatischen Land ist derzeit so angespannt wie seit Jahren nicht mehr. Anhänger der radikal-islamischen Taliban verüben insbesondere im instabilen Süden des Landes immer wieder Selbstmordanschläge. Die Zahl der Opfer wird von den im Land stationierten NATO-Truppen auf 200 beziffert. Meist sind ausländische oder einheimische Truppen das Ziel. (APA/Reuters)

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