Anzeigen gegen Salzburger Schulleiter

16. Oktober 2006, 11:37
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Burgstaller: Schule nicht schlecht reden - Zusammenlegung von Schulverwaltung und Landesschulrat vorrangig

Salzburg - Die Salzburger Landeshauptfrau und Bildungsreferentin Gabi Burgstaller (S) zeigte sich am Donnerstag zuversichtlich, dass die aktuelle Auseinandersetzung um Strafverfahren gegen Schulleiter in Salzburg Anlass für positive Veränderungen in der Salzburger Schulverwaltung sein werde. "Mein Appell an alle Beteiligten: Auch wenn es jetzt Unmut über einzelne Vorgänge in der Schulverwaltung im Flachgau gibt, dürfen wir nicht unsere ausgezeichneten Salzburger Schulen schlecht reden lassen."

"Der überwiegende Teil der LehrerInnen und MitarbeiterInnen in der Schulabteilung leistet ausgezeichnete Arbeit für unsere SchülerInnen - und die müssen ja im Mittelpunkt stehen", so Burgstaller in einer Aussendung.

In letzter Zeit waren Anzeigen bzw. Strafverfahren, die die Schulbehörde gegen einzelne Lehrer bzw. Schulleiter angestrengt hatten, Anlass für heftige Kritik an der Schulverwaltung. "Viele Missverständnisse und viel Verwirrung ist darauf zurückzuführen, dass die Schulverwaltung des Landes und der Landesschulrat als Bundesbehörde getrennte Behörden sind. Deshalb werde ich unter Einbindung externer Experten bis zum Jahreswechsel einen Vorschlag über die Zusammenlegung der beiden Behörden erarbeiten lassen - das sind wir den SchülerInnen und den Schulen schuldig", erklärte die Landeshauptfrau.

Es gebe in keiner Weise gegen Mitarbeiter des Landes Vorverurteilungen, insbesondere auch nicht gegenüber Landesamtsdirektor Christian Marckhgott, den Leiter der Schulabteilung, Alfred Berghammer, und den betroffenen Mitarbeitern in der Schulverwaltung, unterstrich Burgstaller. Erneut forderte sie, dass alle Vorfälle lückenlos aufgeklärt und gegebenenfalls disziplinarrechtliche Schritte ergriffen würden. Medienberichte, dass die Landeshauptfrau gewisse Beamte auf jeden Fall anzeigen werde bzw. angezeigt habe, "entsprechen daher nicht den Tatsachen".

Die Feststellung von Landesamtsdirektor Marckhgott, es sei ihm ein besonderes Anliegen, solche Vorkommnisse in Zukunft durch geeignete organisatorische Maßnahmen, insbesondere durch eine Verbesserung des Informationsmanagements, zu verhindern, nahm Burgstaller mit Befriedigung zur Kenntnis. (APA)

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