Wien für Abschaffung schulautonomer Tage

31. Oktober 2006, 09:12
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Mehrbelastung für Eltern mit Kindern in unterschiedlichen Schulen - freie Tage sollen einheitlich geregelt werden

Wien - Die Feiertage fallen heuer ideal für die Nutzung von Fenstertagen für "künstliche" Herbstferien. Doch für die Schulen gibt es unter Hinweis auf die Schulautonomie weiterhin keine einheitliche Regelung in den Bundesländern. Allerdings geben die Landesschulräte zunehmend Empfehlungen für eine einheitliche Verteilung der schulautonomen Tage heraus - diese fallen je nach Bundesland allerdings unterschiedlich aus. Offizielle Herbstferien gibt es wie schon in den Vorjahren nur in Vorarlberg.

Echte" Herbstferien sind mit Ausnahme des Ländles in Österreich nicht vorgesehen. Jede Schule verfügt aber über vier (Pflichtschulen) oder fünf (weiterführende Schulen) "schulautonome" Tage, die sie im Rahmen der Schulpartnerschaft frei geben kann. Ob sie diese jetzt für "künstliche" Herbstferien verwendet oder zum Auffüllen von Zwickeltagen nach den Donnerstag-Feiertagen im Frühjahr (oder für beides), das bleibt ihr überlassen.

Die Wiener Stadtschulratspräsidentin Susanne Brandsteidl würde die schulautonomen Tage am liebsten ganz abschaffen, weil sie zu einer Mehrbelastung von Eltern führen, die Kinder an mehreren Schulen haben. Es könne nicht Aufgabe der jeweiligen Schule sein, sich selbst zusätzliche Ferientage zu verschaffen, hieß es aus dem Stadtschulrat. (APA)

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