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12. Oktober 2006, 12:22
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Ballistik-Experte: Terry Lloyd wurde im Krankenwagen aus einer amerikanischen Waffe im Kopf getroffen

Oxford - Die Familie eines im Irak erschossenen britischen Fernsehreporters erhebt schwere Vorwürfe gegen US-Soldaten. Der 50-jährige Terry Lloyd vom Sender ITN kam zu Beginn der Invasion am 22. März 2003 im Südirak ums Leben, nachdem sein Kamerateam ins Kreuzfeuer zwischen amerikanischen und irakischen Truppen geraten war.

Der Ballistik-Experte Thomas Warlow sagte jetzt vor der Justiz in Oxford aus, dass Lloyd von einer irakischen Kugel getroffen und verletzt worden sei. Als er bereits in einem Krankenwagen gelegen habe, sei er noch von der Kugel aus einer amerikanischen Waffe im Kopf getroffen worden. Dieser zweite Schuss war tödlich.

Wer immer diesen Schuss auf Terry abgegeben habe, habe die Absicht gehabt, ihn zu töten oder ihm eine sehr schwere Verletzung zuzufügen", sagte der Familienanwalt Anthony Hudson. Auch ein Kollege Lloyds, der libanesische Übersetzer Hussein Osman, wurde getötet. Der französische Kameramann Fed Nerac gilt offiziell als vermisst. Nur der belgische Kameramann Daniel Demoustier überlebte. Am Freitag will Richter Andrew Walker ein Urteil treffen, auf welche Weise Terry Lloyd ums Leben kam. (APA/AP)

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