95 Einzelstunden waren zuwenig

17. Oktober 2006, 21:38
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Fliegen war Cory Lidles tödliche Leidenschaft - Der Fallschirm hat sich am Dienstag in New York nicht geöffnet

New York - Nur acht Monate, nachdem Cory Lidle (34) der Baseball-Profi der New York Yankees im Schnellverfahren die Fluglizenz gemacht hat, wurde ihm seine große Leidenschaft in seiner Wahlheimat New York zum tödlichen Verhängnis.

"Corys Wunsch zu fliegen war grenzenlos. Er war wahrscheinlich mein bester Schüler und hat wirklich sehr, sehr schnell gelernt", hatte Lidles Fluglehrer Tyler Stanger der Tageszeitung "New York Times" noch vor wenigen Wochen erklärt, "und wer so schnell lernen will, muss Zeit und Geld haben". Und Cory hatte beides. Der Pitcher (Werfer) der Yankees verdiente 3,3 Millionen Dollar pro Spielzeit.

Unmittelbar nach dem Ende der Saison 2005/2006 stand der Erwerb des Flugscheins auf Lidles Prioritätenliste ganz oben. Der gebürtige Kalifornier traf sich seit Herbst 2005 solange zwei Mal pro Woche mit seinem Fluglehrer, bis er die Prüfung Anfang 2006 erfolgreich bestand. Kurze Zeit später kaufte er sich für 187 000 Dollar eine Maschine vom Typ Cirrus SR20 mit vier Sitzplätzen. Journalisten erklärte er, dass er 95 Einzelstunden in der Luft verbracht habe. "Mit einem eigenen Flugzeug bin ich nun flexibler, und viele Dinge sind eher in Reichweite. Wenn ich mal eben zum Golfspielen will, muss ich nicht mehr fünf Stunden mit dem Auto fahren, sondern kann in knapp einer Stunde hinfliegen", erzählte Lidle den Journalisten.

"Natürlich ist Fliegen riskant, aber auch nicht riskanter als Autofahren", erklärte Cory Lidle vor wenigen Wochen vor Journalisten. Aber seine seine Maschine sei mit einem Fallschirm ausgestattet, der sich bei einem Motorenschaden automatisch öffnen würde. Der Fallschirm hat sich am Dienstag in New York nicht geöffnet. Lidle hinterlässt seine Frau Melanie und den kleinen Sohn Christopher.(APA/dpa)

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    Cory Lidle

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