Neuer Klubchef der Wiener FPÖ: Schock

12. Oktober 2006, 19:51
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Strache bleibt weiter Chef der Landespartei - bei Spitzenkandidat in der Gemeinderatswahl ist alles möglich

Wien – Die Nachfolge von Heinz-Christian Strache als FPÖ-Klubobmann im Wiener Rathaus ist geregelt – zu einem Machtwechsel kommt es allerdings nicht: Strache bleibt auch nach seinem Wechsel in den Nationalrat weiter Landesparteiobmann der Wiener Freiheitlichen. Als Wiener Klubchef wird Strache der 47-jährige Eduard Schock nachfolgen. Dessen bisherigen Posten als nicht amtsführender Stadtrat wird wieder Johann Herzog einnehmen. Dietbert Kowarik von der Bezirksorganisation Rudolfsheim-Fünfhaus kommt neu in den Gemeinderat. Außerdem löst FP-Schulsprecherin Monika Mühlwerth Generalsekretär Harald Vilimsky als Bundesrat ab. Das sei auf dem Landesparteivorstand Dienstagabend einstimmig beschlossen worden, so Strache am Mittwoch.

Linie weitergehen

Strache zur Frage, wer Spitzenkandidat bei der nächsten Gemeinderatswahl sei: "Das könnte vielleicht noch jemand ganz anderer sein. Alles ist möglich." In Sachen "Integrationspolitik" will Schock "die konsequente Linie unbeirrt weitergehen". Strache: "Ja, wir wollen keine moslemische Mehrheitsgesellschaft. Ja, wir wollen keine Scharia. Wir wollen unsere Kultur in der westlichen_Wertegesellschaft sicherstellen." Man wolle sich aber auch "thematisch auf weitere Themen konzentrieren"; wie etwa Verkehr, Kultur sowie: "Umwelt – das ist auch Heimat."

Schock kündigte weiters einen_"demokratiepolitischen Schwerpunkt" an – im Ressort der SP-Stadträtin Renate Brauner würden "Zustände wie in der DDR herrschen". Dazu _SP-Klubchef Christian Oxonitsch: "Völlig absurd." Es werde von der FPÖ wohl "außer radikaler Polemik auch weiterhin nichts Inhaltliches kommen". (frei, DER STANDASRD Printausgabe 12.10.2006)

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