Ljubicic beeindruckend

16. Oktober 2006, 12:52
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Titelverteidiger fertigte den Deutschen Florian Mayer 6:3,6:3 ab und steht damit im Viertelfinale - "Das war beinahe perfekt"

Wien - Ivan Ljubicic ist nicht umsonst topgesetzt bei der BA-CA-Trophy. Der Weltranglisten-Dritte zeigte im Achtelfinale am Mittwoch eine beeindruckende Leistung und fertigte den Deutschen Florian Mayer 6:3,6:3 ab. Auch der Kroate selbst war mit dem Gezeigten hochzufrieden und kann zuversichtlich in die weitere Turnierwoche blicken. Egal, ob der nächste Gegner Metz-Sieger Novak Djokovic (SCG-8) oder Stanislas Wawrinka (SUI) heißt.

"Das war ein sehr gutes Match, es war schon beinahe perfekt", freute sich Ljubicic, der sich in Wien besonders wohl fühlt. "Das sind hier die perfekten Bedingungen für mich. Der Belag ist zwar langsam, aber die Bälle fliegen wegen der Trockenheit und der Wärme in der Halle sehr schnell. Nicht umsonst habe ich hier jetzt schon sieben Matches in Serie ohne Satz- und Aufschlagverlust gewonnen", wusste der 27-Jährige ganz genau Bescheid.

Ljubicic hat nun einen freien Tag, und kann in aller Ruhe seinen nächsten Gegner beobachten, ehe er am Freitag wieder ins Geschehen eingreift. Zuvor stand Mittwochabend aber noch das Musical "Rebecca" auf dem Programm, dass sich Ivan mit seiner Frau Aida ansehen wird.

"Morgen werde ich vielleicht in der Albertina vorbeischauen, da gibt es ja eine Picasso-Ausstellung", zeigte sich der Kroate top informiert. Er versuche schon immer, Kulturelles aus einer Stadt mitzunehmen. "Wenn man in Wien ist schon, aber es gibt ja nicht viele Städte, die so viel zu bieten haben", schmeichelte Ljubicic der Bundeshauptstadt.

Das Gefühl als Titelverteidiger zu einem Turnier zu kommen ist übrigens schon etwas Besonderes, meint er. "Es ist wirklich anders. Du fühlst dich wohler, ganz egal wie müde du bist."

Obwohl er sein Spiel im Vergleich zum Vorjahr weiter gesteigert hat, ist ein Roger Federer derzeit einfach in einer eigenen Welt. "Er hat voriges Jahr schon so gut gespielt, und dann hat er heuer mit drei Grand-Slam-Titel noch etwas draufgelegt. Ich fürchte mich schon, was nächstes Jahr passieren wird", scherzte die Nummer 1 des Turniers.

Die Nummer 6 der 565.000-Euro-Veranstaltung hatte sich zuvor als erster Gesetzter vorzeitig verabschiedet: Tommy Haas musste sich überraschend dem Slowaken Dominik Hrbaty im Achtelfinale mit 3:6,6:4,0:6 geschlagen geben. Hrbaty ist nun Viertelfinal-Gegner von Marcos Baghdatis (CYP-4) oder Stefan Koubek. (APA)

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    Ivan Ljubicic fühlt sich in Wien pudelwohl.

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