Wachstum in Euro-Zone schwächt sich ab

19. Oktober 2006, 14:42
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Laut Münchner Institut für Wirtschaftsforschung (Ifo), französischer Statistikbehörde INSEE und italienischem Institut ISAE

München - Die Konjunkturerholung in der Euro-Zone wird nach Einschätzung führender europäischer Wirtschaftsforschungsinstitute an Schwung verlieren.

Das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) werde im dritten Quartal um 0,7 Prozent und im Schlussquartal 2006 um 0,6 Prozent steigen, teilten das Münchner Institut für Wirtschaftsforschung (Ifo), die französische Statistikbehörde INSEE und das italienische Institut ISAE am Mittwoch in einer gemeinsamen Prognose mit. "Die Entwicklung bleibt günstig, sie wird jedoch weniger schwungvoll verlaufen", erklärten die Forscher.

Die Zuwachsraten bei privatem Konsum und Investitionen dürften sich etwas abschwächen, erwarten die Institute. Wegen der schwächeren Weltwirtschaft werde auch die Industrieproduktion an Schwung verlieren.

Zu Jahresbeginn war die Wirtschaft in der Euro-Zone noch um 0,8 Prozent gewachsen, im Frühjahr sogar um 0,9 Prozent. Insgesamt dürfte das BIP 2006 um 2,7 Prozent zulegen, sagen die Institute voraus. Für 2007 erwarten die Forscher einen holprigen Start. Im ersten Quartal sei nur noch mit 0,3 Prozent Wachstum zu rechnen. "Die Abflachung zu Beginn des neuen Jahres, die durch die Mehrwertsteuererhöhung in Deutschland ausgelöst wird, ist jedoch nur temporär", hieß es. (APA/Reuters)

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