Was Salamander rot sehen lässt

23. Oktober 2006, 14:32
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Aufnahme eines pflanzlichen Moleküls erhöht Sensibilität der Tiere für rotes Licht um das 180-fache

London - Pflanzennahrung lässt Salamander die Farbe Rot sehen. Ursache dafür ist laut einer am Donnerstag in der Wissenschaftszeitschrift "Nature" veröffentlichten US-Studie eine Abwandlung des pflanzlichen Moleküls Chlorophyll mit dem Namen Chlorin e6.

Mediziner der Bostoner Augen- und Ohrenklinik hatten die lichtempfindlichen Stäbchenzellen auf der Netzhaut von Salamanderaugen untersucht. Wenn den Zellen Chlorin e6 hinzugefügt wurde, erhöhte sich ihre Sensibilität für rotes Licht um das 180-fache. Chlorin kann von Tieren nicht selbst produziert werden, sie müssen es also durch den Verzehr von Pflanzen aufnehmen.

Nun gilt es herauszufinden, ob auch andere Amphibien oder gar Wirbeltiere anderer Klassen Chlorin auf diese Weise nutzen. Nach Angaben der Forscher könnten die Erkenntnisse abseits vom biologischen Erkenntnisgewinn letztlich auch bei der Entwicklung von Rotlichtdetektoren verwendet werden. (APA/red)

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