Nordischen Filmtage in Lübeck

19. Oktober 2006, 19:56
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Soziale Kälte in Familie und Gesellschaft als beherrschendes Thema der 120 Filme aus Skandinavien

Lübeck - Soziale Kälte in Familie und Gesellschaft sind das beherrschende Thema der diesjährigen Nordischen Filmtage in Lübeck. Wie die Veranstalter am Mittwoch in der Hansestadt mitteilten, werden bei dem Festival vom 1. bis 5. November insgesamt mehr als 120 Spiel-, Dokumentar- sowie Kinder- und Jugendfilme aus Skandinavien und den baltischen Staaten zu sehen sein.

Zur Eröffnung wird der Debütfilm "Keine Tränen" des schwedischen Regisseurs Håkan Bjerking gezeigt, sagte die Künstlerische Leiterin der Filmtage, Linde Fröhlich, bei der Vorstellung des Programms am Mittwoch. Die Nordischen Filmtage gelten als die wichtigste Werkschau des nordischen Films außerhalb dieser Länder. Sie finden in diesem Jahr zum 48. Mal statt und sind erstmals um einen Tag verlängert worden. Die Veranstalter erwarten rund 17.000 Besucher.

Die Retrospektive ist in diesem Jahr dem 100. Geburtstag der "Nordisk Films Kompagni" in Kopenhagen, der ältesten noch existierenden Filmproduktions-Gesellschaft der Welt, gewidmet. Zu den Produktionen der "Nordisk Film", die während der Filmtage gezeigt werden, gehören unter anderem die Filme "Pelle, der Eroberer", für den Regisseur Bille August 1987 einen Oscar erhielt, und die Komödie "Die Olsenbande sieht rot" aus dem Jahr 1976. Im Rahmen des Festivals wird auch der mit 55.000 Euro dotierte Schleswig-Holstein Filmpreis der Filmförderung des Landes vergeben. Um ihn konkurrieren zwölf Streifen von Filmemachern aus dem nördlichsten deutschen Bundesland. (APA/dpa)

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