Fahren ohne Großhirn

23. Oktober 2006, 14:06
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Auf gewohnten Strecken sind Autofahrer laut Verkehrswissenschafter "als Jäger und Sammler" unterwegs

Düsseldorf - Die Hirnaktivität von Autofahrern auf Routinestrecken reduziert sich Forschungsergebnissen zufolge mitunter auf das Stammhirn. "Autofahrer, die auf ihrer Hausstrecke pendeln, sind praktisch als Jäger und Sammler unterwegs", sagte Verkehrswissenschafter Michael Schreckenberg von der Universität Duisburg-Essen der "Rheinischen Post".

Ein sechsköpfiges Forscherteam hatte Versuchspersonen mit einem Joystick eine computeranimierte Teststrecke fahren lassen, während ein Kernspin-Tomograph ihre Hirnaktivitäten aufzeichnete. Das Ergebnis: "Es konnte nachgewiesen werden, dass Autofahrer auf Routinestrecken das Großhirn, also den Verstand, ausschalten", erklärte der Wissenschaftler. "Das kann besonders bei Stau-Enden zur tödlichen Gefahr werden." (APA/red)

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