Die Hälfte der Weltbevölkerung leidet unter Zinkmangel

30. Juni 2000, 09:11

Risikogruppe: Vegetarier, Alkoholiker, Sportler, chronisch Kranke, Schwangere und Stillende

Bad Aachen - Mindestens die Hälfte der Weltbevölkerung leidet unter Zinkmangel. In Deutschland sind vor allem ältere Menschen davon betroffen, wie das Deutsche Institut für Ernährungsmedizin und Diätetik in Bad Aachen berichtete. Auch Vegetarier, Alkoholiker, Sportler, chronisch Kranke, Schwangere und Stillende gehörten in der Bundesrepublik zu den Risikogruppen für Zinkmangel.

Das lebensnotwendige Spurenelement ist nach Angaben des Instituts für eine breite Palette von Funktionen im menschlichen Körper wichtig. Wundheilung, Immunsystem, Empfängnisbereitschaft der Frau und Zeugungsfähigkeit des Mannes, Wachstum, Verdauung, Stoffwechsel und sogar Geruchs- und Geschmackssinn seien ohne Zink nicht möglich.

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sterben jährlich weltweit zwölf bis 14 Millionen Kinder unter fünf Jahren in Folge von Infektionen und Durchfällen. Viele dieser Todesfälle ließen sich mit zusätzlichen Zinkrationen in der Nahrung vermeiden. Bis zu 40 Prozent der Kinder in Entwicklungsländern litten auf Grund eines Zinkmangels an Wachstumsstörungen. (APA)

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