Linux-Dateisystem-Entwickler unter Mordverdacht

20. Oktober 2006, 10:21
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Hans Reiser soll seine Ehefrau ermordet haben - Ermittlungen im Gange - Paar lebte in Scheidung

Hans Reiser, der Entwickler des Dateisystems "Reiser" steht unter verdacht seine Frau ermordet zu haben. Nina Reiser galt seit dem 3.September als vermisst, aufgrund einer Inspektion des Hauses ihres Mannes in Oakland-Hills (USA) und einer DNA-Abnahme durch das FBI verhaftete nun die örtliche Polizei den Gründer von Namesys.

Leichnam noch nicht aufgetaucht

Wie SFGate.com berichtet, konnte der Leichnam der Frau bisher noch nicht aufgespürt werden, der tatverdächtige Ehemann wollte zum Tag, an dem seine Ehefrau verschwand, bisher noch keine Aussage machen. In der nächsten Zeit will sich der Anwalt von Reiser mit dem Fall und seinem Mandanten befassen und dann über eine Stellungnahme gegenüber der Polizei entscheiden.

Trennung

Das Ehepaar hat zwei Kinder und lebt seit 2004 in Scheidung. Nina Reiser, 31, arbeitete als Gynäkologin in Russland. Die Scheidung war zwar noch nicht endgültig, als sicher galt jedoch, dass die Frau das Sorgerecht für die Kinder erhalten hätte. Die genauen Umstände zum Tathergang und zum Auslöser sollen im Verlauf der nächsten Wochen geklärt werden.

ReiserFS

Das Reiser-Dateisystem ReiserFS war das erste im Linux-Kernel enthaltene Journaling Filesystem und ist so zum Beispiel in der Suse-Linux-Distribution als Standard-Dateisystem aufgelistet. In der letzten Version (reiser4) hatte das System mit der mangelnden Codequalität zu kämpfen und sieht sich vermehrt durch das Konkurrenzprodukt ext3 bedroht.(red)

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Namesys

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