Ötsch: "Härtere Maßnahmen" bei Streik

25. Oktober 2006, 17:06
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AUA-Chef: "Arbeitskampf im Umfeld der Kapitalerhöhung würde uns zu härteren Konsequenzen zwingen"

Wien - Im Konflikt um Sparmaßnahmen und einen Jobabbau bei der Austrian Airlines (AUA) hat AUA-Chef Alfred Ötsch betont, "dass uns ein Arbeitskampf im Umfeld der Kapitalerhöhung zu härteren Konsequenzen zwingen würde". Streiks hätten in der Vergangenheit "zweifelhafte Erfolge" gebracht, so Ötsch laut einem Bericht der Infoillustrierten "News".

"Jetzt erbringe ich zum ersten Mal den Vergleich mit der Swissair, die kleine Schweiz und die große Swissair, das kleine Österreich und die dafür sehr große AUA. Wir dürfen uns da nicht spielen", so Ötsch laut Bericht. Mit einem Streik würde eine Spirale nach unten in Gang gesetzt. Dabei könne die AUA jetzt noch ohne Kündigungen auskommen, so Ötsch.

"Beratungsgespräch

In einer Aussendung hielt die Geschäftsführung der AUA am Mittwoch überdies fest, dass man sich "bei den eingeleiteten Optimierungsmaßnahmen an den Kollektivvertrag und selbstverständlich auch an das Arbeitsverfassungsgesetz" halte. Wie berichtet, brachte der Betriebsrat Bord der AUA vergangene Woche einen Einspruch gegen die Wirtschaftsführung gem. §111 des Arbeitsverfassungsgesetzes (ArbVG) ein.

Der Vorstand kündigt nun an, das laut §111 ArbVG vorgesehene Beratungsgespräch mit dem Betriebsrat innerhalb der dafür vorgesehenen Frist führen zu wollen, "um ihm die betriebswirtschaftliche Notwendigkeit der Maßnahmen, deren Umsetzung nach Überzeugung der Konzernführung keinen Aufschub duldet, nochmals darzulegen". Man bemühe sich beim Ressourcenabbau, Kündigungen "nach Möglichkeit zu vermeiden", wie es weiter hieß. (APA/red)

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