Zugunglück in Frankreich: Zwölf Tote

12. Oktober 2006, 20:16
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Frontalzusammenstoß von Personenzug mit einem Güterzug - Helfer versuchten Überlebende mit Schweißgeräten zu befreien

Zoufftgen/Metz – Durch den Frontalzusammenstoß zweier Züge sind am Mittwochvormittag in Ostfrankreich mindestens zwölf Menschen getötet worden. Unter den Toten seien auch die beiden Zugführer, erklärte die französische Staatsbahn SNCF.

Einer vorläufigen Bilanz der Feuerwehr im lothringischen Metz zufolge wurden mindestens 20 weitere Reisende verletzt. Die Rettungskräfte aus Frankreich und Luxemburg versuchten, Überlebende mithilfe von Schweißgeräten aus dem Zugwrack zu befreien. Laut Angaben der SNCF stieß ein zweistöckiger Regionalzug auf dem Weg von Nancy nach Luxemburg um mit einem Güterzug zusammen.

Das Unglück ereignete sich nahe des Ortes Zoufftgen an der Grenze zu Lothringen, wo derzeit wegen Bauarbeiten nur ein Gleis befahrbar ist. Wieso beide Züge auf diesem Gleis aufeinanderprallten, sei noch unklar, sagte ein Bahnsprecher in Metz. Der Vizepräsident des lothringischen Regionalparlaments, Bertrand Mertz, schloss einen Fehler bei der Weichenstellung durch Bahnbedienstete in Luxemburg nicht aus.

Premierminister Dominique de Villepin und Verkehrsminister Dominique Perben reisten zur Unfallstelle, um sich an Ort und Stelle zu informieren. (sid, DER STANDARD Printausgabe 11.10.2006)

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    Als Unglücksauslöser wird ein Fehler bei der Weichenstellung durch Bahnbedienstete in Luxemburg wird nicht ausgeschlossen.

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