Ausstellung "Tödliche Medizin - Rassenwahn im Nationalsozialismus"

23. Oktober 2006, 15:27
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United States Holocaust Memorial Museum Washington begibt sich mit Dresdner Schau erstmals außerhalb der USA

Dresden - Mehr als 200.000 Menschen wurden während der Zeit des Nationalsozialismus im Zuge sogenannter "Euthanasie"-Maßnahmen getötet - 400.000 zwangssterilisiert. Das United States Holocaust Memorial Museum Washington zeigt zu diesem Thema in Dresden erstmals eine Ausstellung außerhalb Amerikas.

Die Schau "Tödliche Medizin - Rassenwahn im Nationalsozialismus" ist ab 12. Oktober im Deutschen Hygiene-Museum zu sehen. Sie betrachtet die Euthanasie-Verbrechen der Nazis im Kontext einer "Gesundheitspolitik", die zwischen "höher-" und "minderwertigem" Leben unterschied - bis zu ihrer extremsten Ausformung, dem industriellen Massenmord an den europäischen Juden. Auf 900 Quadratmetern Fläche sind 400 Exponate zu sehen; hinzu kommen zwölf Stationen für Filme. Die Schau bleibt bis 24. Juni 2007 geöffnet und wird von einem Vortragsprogramm begleitet. (APA/red)

  • Abbildung aus dem nationalsozialistischen Monatsheft "Neues Volk", um 1937.
    foto: united states holocaust memorial museum, washington d.c.

    Abbildung aus dem nationalsozialistischen Monatsheft "Neues Volk", um 1937.

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