Uniqa startet mit Lebensversicherungen in der Ukraine

25. Oktober 2006, 17:54
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Gemeinsame Gesellschaft von UNIQA und Credo-Classic - Umsetzung über Raiffeisen Bank Aval

Wien - Nach dem Einstieg beim sechstgrößten ukrainischen Sachversicherer Credo-Classic im Mai dieses Jahres startet die börsenotierte UNIQA Versicherungen AG nun auch mit dem Lebensversicherungsgeschäft in der Ukraine. Die beiden Unternehmen haben dazu den gemeinsamen Lebensversicherer "UNIQA LIFE" gegründet, an dem UNIQA und Credo-Classic je 50 Prozent halten. Das teilte die UNIQA am Mittwoch mit.

"Mit der Geschäftsaufnahme der UNIQA LIFE haben wir einen weiteren wichtigen Schritt unserer Strategie in den sich rasch entwickelnden Märkten Ost- und Südosteuropas umgesetzt," erklärte UNIQA-Vorstandsvorsitzender Konstantin Klien. Das Potenzial für Lebensversicherungen in der Ukraine sei sehr hoch: So habe der Markt in den vergangenen drei Jahren im Schnitt um rund 120 Prozent zugelegt, sagte Klien zur APA, der in fünf bis zehn Jahren mit einem Marktanteil von 3 Prozent am Lebensversicherungsgeschäft in der Ukraine rechnet.

Ein hohes Entwicklungspotenzial liege aber insbesondere in der Kooperation mit der Raiffeisen Bank Aval, zumal die Aval Bank über 3 Millionen Privatkunden verfüge, zeigte sich Klien zuversichtlich. In der ersten Phase werde die UNIQA LIFE ihre Lebensversicherungsprodukte aber vor allem über das flächendeckende Vertriebsnetz der Credo-Classic anbieten.

Lebensversicherungsmarkt entwickelt sich rasch

Der Lebensversicherungsmarkt in der Ukraine entwickelt sich den Angaben zufolge enorm rasch - alleine in den vergangenen drei Jahren habe sich das Prämienvolumen verfünffacht und erreichte 2005 rund 50 Mio. Euro - das sind nur 2,5 Prozent der gesamten Versicherungsprämien der Ukraine. Derzeit entfallen rund 0,08 Prozent des Bruttoinlandproduktes der Ukraine auf Lebensversicherungen. In den zehn seit 2004 "neuen EU Mitgliedern" seien es bereits 1,4 Prozent - in den "alten" 15 EU Mitgliedsstaaten 5,4 Prozent, verdeutlicht die UNIQA das Potenzial.

UNIQA hält seit Mai d.J. 35 Prozent der Aktien an Credo-Classic. Wie vereinbart werde 2008 der Anteil von UNIQA auf 51 und 2009 auf 76 Prozent ansteigen, bestätigte Klien. Credo-Classic ist aktuell der sechstgrößte Sachversicherer des Landes, beschäftigt rund 530 Mitarbeiter und setzt neben dem in der Ukraine noch immer dominierenden Großkundengeschäft vor allem auf den Ausbau des Privatkundenanteils. In den ersten acht Monaten des laufenden Jahres ist das Prämienvolumen um rund 21 Prozent auf 21 Mio. Euro gestiegen. (APA)

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