Schoellerbank: Aktieninvestments bleiben chancenreich

24. Oktober 2006, 14:55
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Günstige und zum Teil verbesserte Rahmenbedingungen - Übergewichtung der Aktienquote empfohlen - Bewertung nahe Zehnjahrestiefs

Wien - Die auf Vermögensverwaltung spezialisierte BA-CA-Tochter Schoellerbank sieht für die Aktienmärkte in ihrem Kapitalmarktausblick zum vierten Quartal 2006 günstige und zum Teil weiter verbesserte Rahmenbedingungen. "Auf Basis einer stabilen globalen Konjunktursituation und weitgehend erfreulicher Gewinnausweise bzw. Gewinnaussichten der Unternehmen bietet der Aktienmarkt derzeit positive Faktoren, welche für eine Übergewichtung der Aktienquote sprechen", heißt es in einem aktuellen Analysebrief der Schoellerbank.

Die durchschnittliche Bewertung der etablierten Aktienmärkte liege laut Schoellerbank-Experten nahe der tiefsten Stände der letzten zehn Jahre. Die daraus resultierenden Gewinnrenditen ergeben einen erheblichen Vorteil gegenüber vergleichbaren Renditen von risikofreien, langfristigen Anleihen. Dieser Aspekt habe sich in der Vergangenheit meist als wichtige Stütze für die Aktienbörsen erwiesen.

Negatives Überraschugnspotenzial begrenzt

Das negative Überraschungspotenzial für die Aktienmärkte sei als begrenzt anzusehen. Verschiedene Krisen der jüngeren Vergangenheit wurden sehr wohl wahrgenommen, aber gut verarbeitet, lautet die Einschätzung der Wertpapierspezialisten. Zudem haben die Korrekturen zwischen Mitte Mai und Mitte Juni dieses Jahres das Risikobewusstsein der Investoren geschärft.

So sei auch an den US-Börsen sei derzeit viel Skepsis eingepreist, die Leerverkäufe an der New Yorker Börse hatten laut Schoellerbank zuletzt einen Rekordwert erreicht. Die daraus ermittelte "Short Interest Ratio" sei auf einen exzessiven Wert angestiegen, was als positiver Faktor gelte, da die Leerpositionen gedeckt werden müssen und damit wieder Kaufinteresse auslösen. Auch dieser Indikator sei daher aus antizyklischen Überlegungen als positives Signal für die künftige Kursentwicklung zu werten, schreibt die Schoellerbank. (APA)

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