Libyen rüstet seine Schulkinder mit 100-Dollar Laptop aus

von Redaktion  |  18. Oktober 2006, 10:25
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Das Notebook soll den Kindern Spaß machen und ihnen neue Bildungschancen eröffnen

Zwei Jahre nach dem Start eines Projekts für die Verteilung von Notebooks an Kinder in Entwicklungsländer kommt das ehrgeizige Vorhaben offenbar gut voran.

Libyen

Wie die New York Times am Mittwoch berichtet, wird Libyen rund 1,2 Millionen Schulkinder mit Geräten der Initiative "One Laptop per Child" (OLPC) ausstatten. Ein entsprechender Vertrag wurde bereits unterzeichnet. Neben Libyen sollen die Laptops auch in Thailand, Nigeria, Brasilien und Argentinien zum Einsatz kommen.

Vorstellung 2005

Nicholas Negroponte, der Gründer des "Media Labs" am amerikanischen High-Tech-Institut MIT (Massachusetts Institute of Technology), hat das Projekt im Jänner 2005 auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos vorgestellt. Die Rechner sind mit dem freien Betriebssystem Linux sowie einem stromsparenden Prozessor ausgestattet und haben statt einer Festplatte einen Flash-Speicher. Die Hardware wird in ein grelles Gehäuse gepackt, um den Handel mit gestohlenen Geräte zu erschweren.

Spaß

Das Notebook soll den Kindern Spaß machen und ihnen neue Bildungschancen eröffnen. Sie sollen damit herumspielen und lernen, wie ein Computer funktioniert, erklärt Walter Bender vom MIT-Media-Lab. (red/APA)

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13 Postings
Georg Rusbeck 
12.10.2006 15:11
überdacht

Ich habe mir das mal angsehen und überdacht: http://www.rusbeck.net/

Herr Mann 
13.10.2006 01:20

habe mir den blog-eintrag durchgelesen, und muss sagen, dass ich den implizierten schlussfolgerungen überhaupt nicht zustimme.

gerade weil offene formate auf einem linux-system eingesetzt werden, ist die kontrolle über die verwendeten inhalte/software nicht zu behalten.

der teil mit der liste der länder, die bist jetzt diese laptops einführen, ist mehr als abstrus...

aber ihnen scheint halt alles recht zu sein, um leute auf ihre seite zu bekommen.

Georg Rusbeck 
21.10.2006 00:42
Abstrus?

Wieso ist die Liste abstrus?
1.ist es die Liste, die olpc anführt
2.können die Daten zur Weltbevölkerung und den einzelnen Ländern nachgelesen werden.

3. Vielleicht irre ich mich, aber hat schon mal jemand die olpc Seite genauer nachgelesen? Da gibt es sehrwohl Empfehlungen und Verweise auf Lehrstoffbibliotheken, die eindeutig nicht lokal entstanden sind.

...und vielleicht täusche ich mich auch aber jeder Laptop verlangt als Backbone eine Struktur, die man wohl kaum dezentralisiert nennen kann. Da bleibt von Spontinetzwerken nicht mehr viel übrig.

Weiteres kritisiere ich die absolute UNTÄTIGKEIT Europas in diesem Projekt.

Wer glaubt, dass Entwicklungshilfe nur edlen Gedanken ohne Eigennutz folgt, hat die letzten 30 Jahre geschlafen.

mulatschak 
12.10.2006 20:26
Keine Einbahn

Das Gerät wird zwar im Moment in den USA geplant. Produziert wird es dann aber von einer Taiwanischen Firma.
Das verwenden von offenen Formaten und offener Software (kein Java, kein Flash, kein Microsoft,...) beschränkt den US Einfluss aber doch sehr.Bei den "Büchern" die auf den Laptop kommen haben die Staaten frei hand.
Die Kinder bekommen ein Kommunikationsmittel. Sie können ihre Meinung auch kundtun.

Bertl Wurstfinger 
12.10.2006 11:25
jute sache

endlich mal eine sinnvolle Entwicklungshilfe.

Captain Smoker
11.10.2006 18:48

Nachdem die Laptops jeweils vom Staat gekauft, mit individueller Software ausgestattet und verteilt werden, kann man sich schon denken was da in Libyen für Software draufkommen wird...

Meister Eder
11.10.2006 22:58

Sie haben wohl zu viel amerikanisches Nachrichtenfernsehen geschaut.

Captain Smoker
12.10.2006 12:37
Wieso?

Antiimperialistische Volksfront
11.10.2006 16:54
vorbildlich

aber warum kaufen sie die laptops von einem us-produzenten?

Industrie Roboter 
11.10.2006 20:54
Taiwan nicht USA

Die 2B1 Computer werden wie die meisten Laptops von Quanta hergestellt.

Georg Rusbeck 
21.10.2006 00:58
aber wer ist Quanta?

UBS ist sicher kein Vertreter von NGO´s in Taiwan, daher hier ein kleiner Verweis auf: http://www.ubs.com/1/g/inves... appen.html

Arminius
11.10.2006 17:45

Weil unser weiser und gütiger Führer Kim Jong Il in der Informatikstunde gepennt hat. Typische Wohlstandsverwahrlosung von Kindern gottgleicher Väter.

Und jetzt sind alle seine großartigen und in die Zukunft weisenden Bücher über "Die Weisheiten der Juchephilosophie in Vereinigung mit den Idealen des praktischen Handelns nach den Prinzipien der Songunpolitik als Wegweiser zur vollkommenen sozialistischen Computertechnologie" technisch gesehen völliger Schrott.

Also: muss Libyen doch glatt auf MIT und Red Hat zurückgreifen.

charles darwin
11.10.2006 12:33
na da werden uns die libychen kinder bald links und rechts überholen...

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