Booker-Preis an Kiran Desai

11. Oktober 2006, 11:57
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Indische Autorin für ihren Roman "The Inheritance of Loss" ausgezeichnet

London - Die indische Schriftstellerin Kiran Desai ist am Dienstagabend in London mit dem britischen Booker-Preis ausgezeichnet worden, einem der begehrtesten Preise für englischsprachige Literatur. Die 35-Jährige erhielt die Auszeichnung für ihren Roman "The Inheritance of Loss" (Die Erbschaft des Verlusts) und wurde somit zur jüngsten weiblichen Trägerin in der Geschichte des prestigeträchtigen Preises.

Familiensaga Mitte der 80er

Der Preis ist mit 50 000 Pfund (75 000 Euro) dotiert. "The Inheritance of Loss" behandelt eine Familiensaga Mitte der 80er Jahre im 20. Jahrhundert. Die Handlung spielt in Indien und New York und thematisiert Globalisierung, multikulturelles Zusammenleben und Ungleichheiten zwischen Angehörigen verschiedener Nationen. Desai stand auf der Favoriten-Liste von sechs möglichen Anwärtern hinter der 40-Jährigen Sarah Waters mit ihrem Roman "Night Watch".

Der Booker-Preis wird jedes Jahr für einen Roman aus dem Commonwealth oder Irland verliehen. Häufig wird dieses Buch anschließend ein Bestseller. So brachte der Booker-Preis unter anderem den internationalen Durchbruch für Yann Martels "Schiffbruch mit Tiger". Die 1971 geborene Tochter der Schriftstellerin Anita Desai zählte schon seit geraumer Zeit zu den Favoriten für die Auszeichnung. (APA/dpa/AP)

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    Kiran Desai

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