Entspannung bei deutschen Großhandelspreisen

19. Oktober 2006, 14:42
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Teuerung von 5,3 auf 3 Prozent zurückgegangen

Berlin - Der Rückgang der Energiepreise hat die Inflation im deutschen Großhandel erwartungsgemäß etwas gebremst. Die Preise lagen im September im Schnitt nur noch 3,0 Prozent über dem Vorjahresniveau, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte. Im August hatten sie noch um 5,3 Prozent zugelegt.

"Der Rückgang der Jahresteuerungsrate resultiert daraus, dass die Preise im September 2006 gegenüber August um 0,5 Prozent rückläufig waren, während sie im September 2005 gegenüber dem Vormonat stark gestiegen waren", hieß es. Dieser Preisanstieg gehe nun nicht mehr in die Berechnung der Vorjahresrate ein.

Preise stiegen im Vorjahresmonat

Die Preise für Erze, Eisen, Stahl und andere Metalle stiegen im September um 18 Prozent zum Vorjahresmonat. Obst und Gemüse sowie Getreide, Saaten und Futtermittel verteuerten sich um jeweils um knapp 17 Prozent. Feste Brennstoffe und Mineralölerzeugnisse hingegen wurden erstmals seit März 2004 im Vorjahresvergleich billiger: Sie kosteten 5,1 Prozent weniger.

Im Vergleich mit August wurden die festen Brennstoffe und Mineralölerzeugnisse um fast sechs Prozent günstiger. Dagegen verteuerte sich der Großhandel mit Getreide, Saaten und Futtermitteln um gut sieben Prozent. Erze, Eisen, Stahl und andere Metalle kosteten 0,7 Prozent mehr als im Vormonat.

Analysten hatten erwartet, dass die Großhandelspreise zum Vorjahr um 3,3 Prozent zulegen und zum Vormonat um 0,3 Prozent sinken. (APA/Reuters)

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