Meiste Hinrichtungen in China, Iran und USA

17. Oktober 2006, 09:06
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99 Prozent transplantierter Organe stammen von hingerichteten Gefangenen

Madrid/Wien - Im Vorjahr sind mindestens 2.148 Todesurteile in 22 Ländern vollstreckt worden. 94 Prozent der Hinrichtungen wurden in China, im Iran, Saudi-Arabien und den USA durchgeführt. Das geht aus einer Aussendung der Menschenrechtsorganisation amnesty international (ai) anlässlich des Welttags gegen die Todesstrafe am 10. Oktober hervor, wie die spanische Nachrichtenagentur Europa Press am Dienstag berichtete.

Hinrichtungen

Demnach wurden laut in China 1.770 bekannt gewordene Hinrichtungen im Jahr 2005 durchgeführt. Inoffiziell werden jährlich zwischen 8.000 und 10.000 Personen im Jahr in der Volksrepublik hingerichtet. Im Iran fanden 94, in Saudi-Arabien 86 und in den USA 60 Hinrichtungen statt. Im Iran und Pakistan wurden im Lauf des Jahres 2006 auch Minderjährige hingerichtet.

Organentnahme

Besondere Kritik übte Amnasty an China. Geständnisse werden immer häufiger durch Folter erzwungen. Immer mehr werde von den Hinrichtungen durch Genickschuss zu Gunsten tödlicher Injektionen abgegangen, um die Organentnahme zu erleichtern. Chinesischen Spezialisten zufolge sollen 99 Prozent der transplantierten Organe von hingerichteten Gefangenen stammen.

68 Länder halten an der Todesstrafe weiterhin fest. Die Philippinen und Moldawien haben diese Höchststrafe kürzlich abgeschafft. Es sei allerdings bedauerlich, dass in Ländern wie den USA weiterhin Todesurteile ausgesprochen und Hinrichtungen an psychisch Kranken vollzogen werden.

Zudem würden Geständnisse durch Folter erzwungen. Immer mehr werde von den Hinrichtungen durch Genickschuss zu Gunsten tödlicher Injektionen abgegangen, um die Organentnahme zu erleichtern. Chinesischen Spezialisten zufolge sollen 99 Prozent der transplantierten Organe von hingerichteten Gefangenen stammen. (APA)

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