Italien unterützt Serbien bei EU-Verhandlungen

20. Oktober 2006, 16:36
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Belgrad um sofortige Wiederaufnahme der im Mai unterbrochenen SAA-Verhandlungen bemüht

Belgrad - Belgrad, das um die Wiederaufnahme der im Mai gestoppten Gespräche mit der Europäischen Union über ein Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommen (SAA) bemüht ist, hat dafür die Unterstützung Italiens erhalten. Von Italien werde die Idee unterstützt, das SAA-Abkommen zwischen der Europäischen Union und Serbien noch vor dem Jahresende abzuschließen, vorausgesetzt die Zusammenarbeit Belgrads mit dem UNO-Kriegsverbrechertribunal bleibe eine absolute Priorität der nächsten demokratischen Regierung Serbiens, erklärte ein Berater des serbischen Präsidenten, Vuk Jeremic.

"Präsident (Boris) Tadic hat von italienischer Seite die Unterstützung für die Idee erhalten, die SAA-Verhandlungen sofort wieder aufzunehmen, um bis zum Jahresende ein Abkommen abzuschließen, das mit der Verpflichtung der künftigen demokratischen Regierung (Serbiens) bedingt wird, die Beendigung der Zusammenarbeit mit dem Haager Tribunal zu ihrer absoluten Priorität zu machen", präzisierte Jeremic. In Serbien werden erwartungsgemäß im Dezember vorgezogene Parlaments- und Präsidentschaftswahlen stattfinden, nachdem sich die Bürger bei einem Referendum Ende Oktober zur neuen Verfassung äußern werden.

Der serbische Staatschef, der sich zu einem dreitägigen Besuch in Italien aufhält, war am Dienstag in Rom mit dem italienischen Präsidenten Giorgio Napolitano, Regierungschef Romano Prodi, Außenminister Massimo D'Alema und Verteidigungsminister Arturo Parisi zusammengekommen. Die italienischen Gesprächspartner haben Jeremic zufolge auch den Standpunkt Belgrads unterstützt, dass es bei den Verhandlungen über den künftigen Status des Kosovo keine "künstlichen Fristen, besonders in der aktuellen Situation auf dem Balkan" geben solle. (APA)

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