Tullnerfeld Supersize!

11. Oktober 2006, 09:29
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Nächster Halt ist Chicago. 3000 km "Tullnerfeld" müssen mit dem Auto überwunden werden

Ein letzter Blick auf die Rockies im Rückspiegel und dann beginnt sie ? die tagelange Fahrt durch die Ebenen des kanadischen Mittelwestens. Natürlich kann man anhand der Straßenkarten erkennen wie viele Kilometer es sind (viele!) und dass die Landschaft nicht sonderlich abwechslungsreich ist (das Tullnerfeld ist ja wirklich in Ordnung, aber ausgedehnt auf 3000 km schon ein bisschen öd). Irgendwie haben wir uns die Fahrt trotzdem etwas interessanter vorgestellt. Aber zumindest gibt es immer wieder hübsche bunte Farmhäuser zu entdecken und alle vier bis fünf Stunden Fahrt eine Kaffee- und Tankpause. Fünf Übernachtungen müssen wir einlegen, dann haben wir es von Jasper bis nach Chicago geschafft. Eigentlich ein Umweg, da wir nach Toronto weiterfahren, aber wenn man schon einmal in der ?Gegend? ist ?

Der Umweg hat sich ausgezahlt. Und zwar nicht nur weil man sich in Chinatown den Magen schon zum Frühstück mit Dim Sum voll schlagen kann und wir ein Burgerlokal entdecken, dass noch aus den Zwanzigerjahren stammen könnte. Auch deswegen, weil eine ovale Riesenskulptur mit spiegelnder Oberfläche für lustige Fotos mitten in der Stadt steht und der Blick von oben auf Stadt und See wirklich toll ist!

Anschließend wieder nach Norden über die Grenze und Toronto besucht, auch eine Großstadt am See, die allerdings einen nicht ganz so ?städtischen? Eindruck hinterlässt wie Chicago ? ein bisschen gemütlicher vielleicht. Zudem finden wir dort das angebliche beste Hostel Kanadas vor. Also kein Grund zur Beschwerde.

Zurück in die USA fahren wir über die Niagara Fälle bzw. eigentlich über eine Brücke, die den Niagara River überquert. Natürlich machen wir aber auch Station (am kanadischen Ufer ? der Blick ist wirklich besser hier). Die Fälle sind beeindruckend und weniger Touristenfalle als befürchtet (liegt wohl auch an der Vorsaison) und im Casino gibt?s wieder einmal lecker Abendessen vom Buffet! (David Bichler)

  • Die bunten Farmhäuser sorgen für Abwechslung in der eintönigen Landschaft.
    foto: david bichler

    Die bunten Farmhäuser sorgen für Abwechslung in der eintönigen Landschaft.

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