Seit Saddams Sturz sind 890.000 Iraker geflüchtet

13. Oktober 2006, 17:25
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300.000 Menschen wegen Gewalt in andere Teile des Landes geflohen

Bagdad - Seit dem Sturz des irakischen Machthabers Saddam Hussein 2003 sind mehr als 300.000 Iraker aus ihren Häusern vor der Gewalt in andere Teile des Landes geflohen. Die Flucht habe dabei in den vergangenen sechs Monate mit der ausufernden Gewalt zwischen Sunniten und Schiiten noch zugenommen, teilte die Regierung am Dienstag mit. Zudem seien 890.000 Iraker in dieser Zeit ins Ausland, nach Jordanien, Syrien oder in den Iran geflohen, sagte Einwanderungsminister Abdul Samad Sultan.

Die Fluchtbewegung habe die Trennung zwischen den verschiedenen Glaubensrichtungen noch verstärkt, sagte Sultan. Diejenigen, die geflohen seien, seien in Gebiete gegangen, in denen vor allem Angehörige ihres eigenen Glaubens lebten. "Das ist das Ziel der Terroristen", sagte Sultan. "Sie wollen getrennte Gebiete von Sunniten und Schiiten schaffen und so die demographische Landschaft des Iraks verändern." (APA/AP)

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