DDR-Doping-Opfer klagen

19. Oktober 2006, 11:12
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152 Geschädigte wollen nach Scheitern ausgergerichtlicher Einigung ingsgesamt rund drei Millionen Euro Entschädigung

Heidelberg - Der Konflikt um die Entschädigung für die Doping-Opfer des DDR-Sports wird vor Gericht entschieden. Der Heidelberger Anwalt Michael Lehner sagte deutschen Medien, er habe beim Oberlandesgericht Frankfurt für 152 ehemalige Sportler Klagen eingereicht. Lehner fordert Schadensersatz und Schmerzensgeld vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und der Firma Jenapharm.

Der DOSB gilt als Rechtsnachfolger des Nationalen Olympischen Komitees der DDR, der VEB Jenapharm war als Hormonproduzent direkt am Staatsdoping im DDR-Sport beteiligt. Lehner sagte, Ziel sei es, die Verfahren gegen den DOSB und Jenapharm zusammenzuführen.

Über die Zuständigkeit habe zunächst das OLG Frankfurt zu entscheiden. Im November will der Heidelberger Molekularbiologe Werner Franke den zweiten Teil seines Gutachtens zu einzelnen Dopingfällen in der DDR veröffentlichen. Das Gutachten soll Grundlage für die Prozesse werden. Im April dieses Jahres war ein Gütetermin zwischen den Parteien gescheitert. Lehner hatte für die von ihm vertretenen Doping -Opfer eine Entschädigung von je rund 20.000 Euro gefordert. (APA/dpa)

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