Neandertaler-Museum präsentiert aktuelle Forschungen

17. Oktober 2006, 14:28
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Museum bei Mettmann wartet zum zehnjährigen Jubiläum mit neuen Funden und Forschungsergebnissen auf

Düsseldorf - Genau zehn Jahre nach seiner Gründung präsentiert sich das Neanderthal-Museum bei Mettmann neu. Aktuellste Funde und Forschungsergebnisse zur Geschichte des Urmenschen und zur menschlichen Evolution bereichern ab sofort das Museum, sagte der Direktor des Museums, Gerd Christian Weniger, am Dienstag zur Neueröffnung des Hauses. So würden in der Präsentation etwa auch genetische Fragen der Beziehung zwischen Neandertaler und modernem Menschen aufgeworfen. "Fragen, die stellten sich vor zehn Jahren noch ganz anders dar", sagte der Wissenschafter.

Die Sammlung zur Entwicklungsgeschichte der Menschen war im Oktober 1996 eröffnet worden. Seitdem haben rund 1,8 Millionen Menschen die mit archäologischen Funden, aber vor allem mit Modellen und aktueller Museumstechnik arbeitende Schau besucht. Das auch architektonisch prämierte Haus steht unweit der Stelle, wo im August 1856 die Skelettreste des "Namenspatrons" aller vor rund 30.000 Jahren ausgestorbenen Neandertaler gefunden wurden.

"Forscherboxen"

In den "Forscherboxen" des Museums werde nach dem Prinzip von Schubladen dem Publikum jeweils das Aktuellste aus der Welt der Wissenschaften präsentiert, sagte Weniger. Für die allgemein verständlichen Neuigkeiten rund um die Neandertaler, Urmenschen und Evolution seien internationale wissenschaftliche Fachzeitschriften die Quelle. Der Museums-Präsentation in Form einer Zeitreise werde auch ein ganz neues Kapitel zur Entwicklung der Sozialstrukturen in der Gesellschaft angefügt.

Noch bis zum 19. November sind im Rheinischen Landesmuseum in Bonn rund ein Dutzend Neandertaler zu sehen. Etwa 50 der bedeutendsten Menschen-Fossilien aus 3,5 Millionen Jahre sind in der Ausstellung "Roots" zur Feier des 150. Entdeckungsjahres des Neandertalers zusammengekommen. (APA/dpa)

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