"Es wird ignoriert, beschönigt und vertuscht..."

Redaktion, 13. Dezember 2006, 13:54

ATTAC antwortet dem Gentechnik-Experten Josef Glößl, der im derStandard.at- Interview Gentechnik-Gegnern "Angstmache" und "Faktenresistenz" vorwarf

"Wenn zumindest ehrliche Bemühungen von Seiten der Konzerne erkennbar wären, Risiken zu untersuchen, könnte man als Konsument ein wenig Vertrauen schöpfen. Vielmehr ist es jedoch so, dass ignoriert, beschönigt und vertuscht wird, wo immer möglich." - Eine Entgegnung von Joachim Schreiber (ATTAC) auf unser Interview mit dem Gentechnik-Experten Josef Glößl vom 4.10.2006.

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Sehr geehrter Herr Professor!

Nach aufmerksamer Durchsicht Ihres Interviews sehe ich mich dazu veranlasst auf einige der von ihnen angeführten Argumente genauer einzugehen. Dies auch deswegen, weil Sie nicht näher genannten Mitgliedern der NGO-Szene und der Zivilgesellschaft gewichtige Vorhaltungen machen, was deren Ernsthaftigkeit und Professionalität anbelangt.

Gleich zu Beginn Ihres Interviews gehen Sie auf die Verdaubarkeit von in Nahrungsmitteln enthaltener DNA ein. Sie sind der Ansicht, dass die Übertragbarkeit von unter Umständen synthetischer DNA in das Blut und die Organe keinen Anlass zur Sorge bietet. Bis 2008 wird es jedoch noch legal sein, Antibiotikaresistenzen als Marker zu verwenden, was dazu führt dass selbige auch als Erbgut im jeweiligen Endprodukt enthalten sind. Zweifelsohne ist es jedoch so, dass Teile des Nahrungserbgutes nicht nur in den Organismus gelangen, sondern auch in die Symbionten der Darmflora, die diese Sequenzen teilweise in ihr Genom integrieren um die Nahrung auf Stoffwechselebene besser "verstehen" zu können. Antibiotikaresistenzen haben den unangenehmen Nachteil dass sie eine etwaige Behandlung mit diesen Arzneimitten unmöglich machen, was eben auch im Falle des Ausbruches einer Krankheit der Fall wäre. Eine Mahlzeit reicht bereits aus um den Transfer zu ermöglichen, ja er passiert sogar über die Plazentaschranke hinweg. (John Vidal, The Guardian, 17.Juli 2002)

Erst im Jahr 2005 haben die australischen Forscher Barry Marshall und J. Robin Warren den Nobelpreis für die Erforschung der Darmflora und die Entdeckung eines neuen Darmbakteriums (Helicobacter pylori) erhalten. Es ist also noch nicht einmal die Grundlagenforschung in einem betroffenen Gebiet so weit fortgeschritten, dass sich eine Aussage über mögliche Risken machen ließe, die in der Lage wäre, die Niederungen "wissenschaftlicher Spekulation" zu verlassen.

Kein Anlass zur Beruhigung

Die von ihnen erwähnten EFSA-Sicherheitsnormen können dabei noch lange nicht Anlass zur Beruhigung sein, da diese Bestimmungen nicht einmal in die Nähe jener Standards kommen, die etwa für die Neuzulassung von Spritzmitteln gelten: Laut EFSA-Guidelines beträgt die Testphase 25 bzw. 90 Tage bei genetischer Manipulation, wohingegen bei Spritzmitteln eine 22-monatige(!), gründliche Prüfung Voraussetzung ist. Und das, obwohl es unbestritten ist, dass derartige Regelungen dem Wohl aller dienen und nicht der Schikane der Chemischen Industrie.

Am Ende dieser 1. Seite, kurz nach der Anrufung des Heiligen Paulus, stellen Sie die Frage, was denn daran schlecht sei, mit Hilfe der Gentechnik alternative Energieträger bereitzustellen. Wenngleich das Ziel ein nobles ist, ist das Problem doch ein weitaus größeres: Wirtschaftswachstum und Verschwendung werden unmöglich wie bisher weitergehen können, wenn ein Kollaps ungeahnten Ausmaßes verhindert werden soll. Nicht einmal die gesamte Anbaufläche dieses Planeten würde ausreichen, auch nicht dann, wenn wir alle aufs Essen verzichten würden.

Was aber bitte ganz sicher zu erwarten war ist, dass die Öffentlichkeit nach den vorangegangenen Agrarskandalen, wie etwa durch BSE, hellhörig geworden ist. Und ja, Sie haben Recht. Wir essen seit Jahren völlig unbekümmert Lebensmittel, von denen jeder halbwegs vernunftbegabte Mensch angenommen hätte, dass sie sorgfältig produziert worden wären. Leider hat es sich aber als traurige Wahrheit entpuppt, dass man als Konsument ständig auf der Hut sein muss. Vorgesetzt wird einem nämlich fast alles. Wurde das Verfüttern zerriebener Schlachtabfälle an Kühe nicht auch von "Experten" abgesegnet und von Kontrollbehörden zertifiziert?

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Zur Person
Joachim Schreiber, 27, ist Aktionskoordinator bei ATTAC und studiert Ökologie an der Universität Wien.
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Nur GenGemüse kann in Zukunft den Nahrungsmittelbedarf decken..

Wie wärs wenn wir zunächst einmal aufhören Lebensmittel im großen Stil zu vernichten!?

@joachim schreiber

danke für diesen artikel.es zeigt das es doch noch menschen gibt die ihr Hirn einschalten und auch was tun wollen,gegen den demagogischen Ruf der GenKonzerne
@BogumirOrjoltschaschtsch
wegen leuten wie ihnen können die konzerne schalten und walten wie sie wollen
guter tipp :We feed the world ,ein film von Erwin Wagenhofer.....um nicht so ein geistigen 'Müll von sich zu sondern wie in ihren unteren postings.

Herr Schreiber,...

Auf wöchana Schui woar ma denn leicht, dass ma so vü über Gentechnik wissen??? Fängt´s mit P an? :-)
Lieben Gruss, auf E-Mail wartend.

Herr Schreiber

chribolz@hotmail.com

Lieber Herr Schreiber! Sie haben offenbar nichts verstanden!

Erst im Jahr 2005 haben die australischen Forscher Barry Marshall und J. Robin Warren den Nobelpreis für die Erforschung der Darmflora und die Entdeckung eines neuen Darmbakteriums (Helicobacter pylori) erhalten.

Diese Anmerkung ist völlig unsinnig! helicobachter sp. lebt im Magen, gehört nicht zur klassischen Darmflora und ist die Ursache von weit über 90 % der menschlichen Gastritieden und auch als Folge davon die Ursache des Malt Lymphoms. Dafür gab es zurecht den Nobelpreis.

Ihre religiös-fundamentalistische Argumentation sollten Sie dort absondern, wo sie hingehört: im Kreise von Sektierern und dern Tempelhäusern. Nicht aber in einer ernsthaften Diskussion!

Schön, wie nett sie das formuliert haben.

Dass man daraus schlußfolgern kann, dass auf diesem gebiet noch viel im dunkeln liegt sehen sie auch nicht so? ich habe auch nie die gebührlichkeit des Nobelpreises in abrede gestellt.

Die religiös fundamentalistischen ansätze sehe ich bittesehr nirgendwo. Ich bin wie sie merken werden ohne die anrufung irgend eines kallenderheiligen ausgekommen, ganz au contraire der herr professor, gell!? Also lesen´s den artikel einmal zu ende und dann mit der gebührenden aufmerksamkeit bevor sie es wagen mich so von der seite anzureden. mit ihren aggressiv-beleidigenden verbalinjurien können sie mich kaum aus der reserve locken. vielmehr zeugt das von ihrer intellektuellen hilflosigkeit und ihren miserablen manieren. wie alt sind sie? 17? ;°)

Die religiös fundamentalistischen ansätze sehe ich bittesehr nirgendwo.

Sie wären auch der erste Fundamentalist, der bei sich diese religiösen Tendenzen entdeckt. Kein Wunder, dass Sie sich solchen zwingenden Argumenten verweigern. Eben typisch für Fundis!

Ihre 2argumentativen" Untergriffe bestätigen geradezu, dass ich ins Schwarze getroffen habe...

Auch brauchen Sie dringend den Aktionismus, um wieder Unterstützungsgelder, die gerade derzeit nicht so recht fließen, zu keilen. Das kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass Sie durch Bevormundung erreichen wollen, was Ihnen argumentativ mißlingt. Ich möchte
haltbare Antimatschtomaten kaufen können, die zu besorgen Sie mich hindern wollen.
Reis kaufen können, der mit weniger Pestiziden produziert wurde, den zu besorgen Sie mich hindern wollen. Gleiches trifft für Mais, Raps, usw zu.
Der Markt kann das sehr wohl entscheiden. Es soll einfach nicht so sein, dass man nur mehr mit Feces verunreiniget Eier aus Boden oder Freilandhaltung kaufen kann, anstelle von sauberen aus Käfighaltung. Darum geht es. Weg mit der Bevormundung durch ATTAC!!

sie sind scheinbar ein lebendes beispiel dafür,...

dass es gut wäre den umgang mit organischen lösungsmitteln schärfer zu reglementieren.

"ich will saubere eier aus käfighaltung" trinken sie zuviel? aber danke. sie haben mich schmunzelnn gemacht. das sei ihnen hoch angerechnet. ich würde ein programm ausarbeiten und mal im "metropol" oder in der kulisse anfragen. andre wollen sicher auch lachen.

Lieber Herr Schreiber! Vielen Dank für die treffliche Bestätigung,...

dass Sie eben ein Gläubiger - Fundi sind. Das Argument Helicobacter und Nobelpreis zu entkräften waren Sie außer Stande, Sie haben brav nach Lehrbuch Fundi reagiert, was ich offenbar sehr einfach provozieren konnte. Die rund 6000 Salmonelloseerkrankten, vornehmlich von Kotverschmutzen Eiern, zuletzt sogar drei Tote inder Steiermark und im Burgenland (Phagoty 46 typhimurium) sind Ihnen entweder entgangen oder unwichtig. Statt dessen sind Sie in gläubiger Eintracht mit Fundamentalisten, die erst kürzlich durch Propagierung des "Intelligent Design" in der Neyork Times gegen Gebühr versteht sich von sich Reden machten. Durchaus vergleichbar mit A. Hitler: Jemehr ich die Menschen kennen lerne, umso mehr liebe ich die Hunde. Faschistoid eben.

Leider liegen Sie bei den Salmonellen erstens falsch und zweitens gehts in dem Artikel nicht um Salmonellen Eier.
Eier wenn man sie heiss macht sind sowieso Salmonellen frei. Sogar ein etwas haerteres weiches Ei.
Freiland Hendl (nicht Massentierzucht) sind erstens resistenter gegen Salmonellen und wenn sie infiziert sind sterben sie schneller (legen also keine Eier mehr).
Wenn man mit Salmonellastatika und Antibiotika nachhilft bleiben alle Populationen salmonellenfrei.

Die Behandlung mit bakteriostatischen oder antibiotischen Substanzen ist selbstverständlich verboten...

und können sehr einfach im Ei nachgewiesen werden. Da es sogar in Österreich immer noch Institute gibt, die das überwachen, ist jedenfalls der Meikamentenmißbrauch auf diesem Gebiet sehr leicht zu verhindern. Wenn man will und nicht das Amt des Gesundheitsministers als Geflügelproduzentenminister missdeutet!!

Ihre Ansicht ist offenbar auch sehr ausgeprägt indoktriniert nach den´m Motto: uns also schloss er messerscharf, dass nicht ist, was nicht sein darf!

Zurück zum Faktischen: salmonellen haben in Lebensmitteln ganz und gar nichts verloren. Tausende Erkrankte Menschen - mindestens 70 % von Eiern infitiert - können nicht so ohne weiteres hingenommen werden.
Warum Freilandgeflügel resistenter gegen Salmonellen sein sioll als Käfiggeflügel, das wissen offenbar nur Sie! Weit über 90 % der Hühner stammt von Legehybriden, völlig unabhängig wie sie gehalten werden. Zu behaupten, dass Freilandgeflügel resistenter sei, ist tiefster Behviorismus, der seit Darwin schon widerlegt ist. Offenbar gehören Sie der Glaubengemeinde des Inttelligent Design an und haben es gar nicht bemerkt.
Mein Anliegen ist lediglich, dass ich freie Eier kaufen will. Die Salmonelleneier überlasse ich Ihnen gerne!!

Schauen Sie sich die Erkrankungen an. Bei fast allen mir bekannten Faellen wurde fahrlaessig schmutzig gearbeitet.
Es ist schade das die genetische Vielfalt bei Legehennen gering ist da haben Sie recht. Aber auch bei identer Genetik haben Sie einen andere Resistenz gegen Krankheiten(auch als Mensch), wenn Sie gesund leben, Bewegung machen und sich gesund ernaehren, als wenn sie 0 Bewegung machen und sich schlecht ernaehren. Die Auspraegung unserer Erbanlagen wird sehr wohl auch durch die Lebensbedingungen beeinflusst.
Grausamkeiten bei der Tierzucht, und da gehoert die Kaefighaltung dazu, muessen verboten werden. Ich gehoere aber nicht zu den rabiaten Gentechnik Feinden, von mir aus kann man gerne eine Resistenz gegen Salmonellen reinklon

Dass außerdem genetisch idente Tiere, die zudem

glei ernährt werden durch bloße "frische" Luft bei der Freilandhaltung eine höher Resistenz erlangen sollten als käfiggehaltene, das glauben Sie doch wohl selbst nicht. Oder?

Da liegen Sie leider auch nicht wirklich richtig!

Es bleibt das religiöse Moment, allen anderen die Glücksbotschaft aufzuzwingen und ihnen die Möglichkeit zu nehmen, sich selbst zu entscheiden. Ich taste das Grundrecht auf Salmonellose niemendes an, ich selbst will aber möglichst salmonellenfreie Eier kaufen können, was durch das menschenverachtende Verbot sauberer Haltungsformen sabotiert wird. Dass zudem in der Freilandhaltung etwa doppelt soviele Hühner pro Legeperiode zu Tode kommen als in der Käfighaltung, das hat di echten fundamentalistischen Tierschützer noch nie gestört.
Ferner: eine explizit gesunde Ernährung hat überhaupt keinen messbaren Einfluss auf die Gesundheit. Lediglich das Vermeiden einer extrem einseitigen und ungesunden Ernährung hat messbare Effekte.

Hier muss ich mich entschuldigen! Sie haben natuerlich recht. Ich hab was anderes gedacht aber im geschriebenen nicht erwaehnt.
Selbstverstaendlich ist die Kaefighaltung BESSER als die konventionelle Freiland wo sich die Vicherl gegenseitig zu tode trampeln und Krankheiten schoen in die gesamte Population reinmischen.
Ich meinte (aber nie geschrieben) Bio (aber wirkliches Bio). Wo die Populationen klein sind. grosse genetische Vielfalt, gesundes Futter, wenig Eierproduktion. Da gibts weniger Salmonellen, aber der Preis ist auch ganz woanders.
Gegen die Kaefighaltung bin ich aus humanistischen Gruenden und da bringt Boden oder Freiland nicht viel , wenn man sonst alles gleich laest.

quere logik

muß ich anhänger des intelligent design sein um gegen eier aus käfighaltung zu sein? sind eier aus käfighaltung der einzige ausweg bei salmonellen-gefährdung? wieso holzen wir nicht alle wälder ab um zu verhindern daß es jemals wieder auch nur einen einzigen toten durch FSME geben wird?
Oder schweißen wir doch alle kinder bei der geburt gleich mal in kleine plastiksäcke ein, zum schutz vor keimen,fundis,kommunisten,faschisten,flecken am gewand...
ist jeder ein fundi der nicht ihrer "differenzierten meinung" ist? was glauben sie bewiesen zu haben, außer daß sie misanthrop sind?!

Zunächst habe ich nachgewiesen, dass Sie von Medizin nicht viel verstehen!

Sonst wüßten Sie: eine einzige Maus oder ein Sperling, der seine Salmonellen in das Geflügelgehege abgibt, setzt dort eine Infektion. Ferner würde das Abholzen von Wäldern keinen Eindfluß auf die Verbreitung der FSME haben, weil diese durch Zecken übertragen wird. Ich wende mich lediglich dagegen, dass Leute wie Sie andere de facto mit Salmonellen gefährdet. Offenbar war sind nicht nur Sie ein Misanthrop sondern auch keineswegs Sachkundig, aber von einem Sendungsbewußsein erfüllt, das einem Missionar bei den Hottetotten Ehre machen würde. Also vergleiche ich zurecht Ihre pseudoreligiöse Sendung mit der Intelligent-Disign-Welle. Eben mit Gläubigkeiten, die durch Sachwissen nicht getrübt sind.

Das darf ja ned wahr sein,

wollens uns tatsächlich ein Plädoyer für Eier aus Käfighaltung halten? Und ich dachte die Ablehnung von lebensunwerten Batteriehaltungen sollte bei jedem denkenden Wesen auf klare Zustimmung treffen...
Bei Leuten wie Ihnen kann man sich wohl eine Bevormundung durch eine Organisation wie ATTAC nur wünschen! Wenn ich (zu) gut versteckten Sarkasmus übersehen habe, verzeihen's mir bitte, aber grundlegenden Menschenverstand und Verantwortung mit der "freien Marktwirtschaftskeule" wegzuwischen, ist ungustiös und einfach dumm.

Um mich nicht zu wiederholen - siehe oben.

Ihre nicht weniger faschistoide Haltung, die Zwangsmaßnahmen herbeiwünscht ist allerdings schon deswegen eher harmlos, weik esIhnen ander grauslichen Intelligenz eines Kren, Stadler oder Mölzer ganz einfach mangelt. Ihre Menschenverachtung angesichts von 6000 Salmonelloseerkrankten in Österreich, bis zu 80 % verursacht durch kotverschmutzte Eier ist aber wirklich beachtlich. Sollte man sich merken.

Ich für meine Person und meine Familie lehne kotverunreinigte Eier ab.

Aber selstverständlich taste ich Ihr Grundrecht auf solche Eier nicht an. Warum aber wollen Sie mir verbieten solche salmonellenfreie Eier kaufen zu können? Es gibt sie noch in Tirol bei Hofer sowie in Gastrogroßmärkten. Angeschissene Eier sind nicht meines!

Nochmals zur antibiotikaresistenz:
was soll diese argumentation und vor allem der unterschwellige hinweis auf "synthetische" DNA.
1) was genau soll das sein?
2) wenn ich annehmen darf, dass es sich um neu entwickelte gene handeln soll, muss ich Sie enttäuschen. Die markergene gegen kanamycin stammen zb. von bakterien.
3) es wird verboten sein. nicht aber, weil gefahren zu erwarten sind, sondern bloss weil es nicht (mehr) notwendig ist, um GVO zu produzieren.
4) im uebrigen gibt es tatsächlich kanamycinresistente pflanzen, ganz ohne gentechnologie, siehe:
http://www.nature.com/nbt/journ... t1134.html

zb Genmais Mon810

das eingebrachte gen ist synthetisch weil noch nie in dieseer konstitution jemals im tierreich vorhanden:
Teile aus 4 verschiedenen Organismen,ein Virus-Teil (P-35S), dem „hsp70 intron“ aus der Maispflanze, einem „Stück“ Bt-Bakterium [CrylA(b)] das ein Gift gegen den Maiszünsler (bohrender Schädling) erzeugen soll und einem Anteil aus einem Bodenbakterium (T-nos) wurden da zusammengebaut.

super wenn es Antibiotikaresistente pflanzen gibt. jedenfalls brauchen wir nicht noch mehr davon und schon garnicht absichtlich oder am ende noch überall.

warte schon seit langem auf den gentechnikprinzen der mit DEM argument daherkommt und agrargentechnik in meinem herzen wachküßt. war wohl wieder nichts,aber man darf die hoffnung nie aufgeben ;°)

die antibiotikaresistenz von manchen pflanzen zeigt ja nur, dass resistenz ein natuerliches phänomen ist. wir beide sind ja auch antibiotikaresistent (die sind ja so definiert - giftig fuer bakterien, nicht so giftig fuer menschen).
der hypothetische aufnahmemechanismus via verdauung spielt ja praktisch keine rolle, entscheidend ist ob die resistenz als solche von vorteil ist. und das ist sie nur, wenn die antibiotika auch tatsächlich vorhanden sind. mit anderen worten: schlampige anwendung von antibiotika in der medizin und tierzucht hat zu unzähligen resistenzproblemen gefuehrt, ganz ohne gentechnik und ohne, dass das zu einem riesenaufschrei gefuehrt hat, obwohl es das eher sollte.

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