Was machen Sieger anders?

19. März 2007, 10:43
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Diese Frage beantwortete Gerhard Zadrobilek, ehemaliger Radprofi und jetzt erfolgreicher Managementtrainer beim HRCircle im Oktober

Der jüngste Sieger der Österreich Radrundfahrt 1981 hieß Gerhard Zadrobilek. Er qualifizierte sich außerdem sechs Mal für die Giro de Italia und drei Mal für die Tour de France. In seiner aktiven Radprofi Zeit fuhr er an die 500.000 km mit dem Rad heute ist er ein erfolgreicher Managementtrainer, Buchautor, Coach und Motivationstrainer. Teambuilding gehört genauso zu seinem Trainingsrepertoir wie Work Life Balancing. Anfang Oktober hielt Gerhard Zadrobilek beim Personalistennetzwerk HR Circle in Wien einen authentischen und spannenden Vortrag zum Thema "Was machen Sieger anders".

Gekonnt und professionell zeigt Zadrobilek die Parallelen zwischen Erfolg im Sport und Erfolg in der Wirtschaft auf. "Es ist wichtig, sich am tiefsten Punkt wieder neu zu orientieren. Nicht Ausreden suchen, die anderen für ein Scheitern verantwortlich machen. Sondern Visionen entwickeln, Ziele definieren und auch zum Handeln kommen. Was nützen mir die besten Visionen und Ziele, wenn ich den ersten Schritt dazu nicht mache." So sein Credo an die ewig säumigen Ausredenerfinder und daher kaum Erfolgreichen.

Denn genau das unterscheidet Winner von Losern: Das Tun. Und die Sinnhaftigkeit dahinter. "Wenn jemand in seiner Tätigkeit keinen Sinn findet, wird er früher oder später scheitern. Arbeit macht Spaß oder krank," so Zadrobilek, der an diesem Abend ehrlich auch seine Tiefpunkte schildert. Die Zuhörer erfuhren auch, wie er aus seinen Tiefs zu neuen Höhen losradelte.

Zadrobilek stellte einen sehr provokanten Satz in den Raum, den nicht jeder gleich mit "Ja" beantworten konnten. "Wenn Sie das, was Sie jetzt für Geld leisten, auch unentgeltlich machen würden, dann sind Sie auf dem richtigen Weg, Ihre Berufung zu finden", meint Zadrobilek.

Hier Zadrobileks Erfolgsformel, nach der nicht nur Radrennfahrer erfolgreich sind:

  1. Visionen entwickeln
  2. Ziele formulieren
  3. Sinnhaftigkeit und Nutzen erkennen (Wenn eine Tätigkeit keine Freude mehr macht, Rahmenbedingungen ändern)
  4. Glaube an die Sache 
  5. Den zu leistenden eigenen Beitrag hinterfragen
  6. Und dann auch den ersten Schritt tun!

Alles in allem ein interessanter und ehrlich gehaltener Vortrag, der auch dem Laien einen guten Einblick in die Welt eines Sportprofis ermöglichte. Die rund 70 teilnehmenden Personalisten spendeten reichlich Beifall und entließen den charmanten Ex-Sportler erst nach vielen Fragen und Diskussionen. Ein gelungener Abend bei HR Circle. (Christine Wirl, Magazin Training

  • Gerhard Zadrobilek beantwortete die Frage, was Sieger anders machen.
    foto: derstandard.at/langeder

    Gerhard Zadrobilek beantwortete die Frage, was Sieger anders machen.

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