Satellit dreht uns die falsche Seite zu

17. Oktober 2006, 14:19
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Unregelmäßigkeiten bei einem Routinemanöver von "W3A" aufgetreten - zahlreiche irdische Netze betroffen

Paris/Köln - Ein Satellitenausfall hat am Montag tausende Nutzer europäischer Fernsehsender, Nachrichtenagenturen und Unternehmensnetze beeinträchtigt. Bei einem Routinemanöver des Satelliten "W3A" seien gegen 6.20 Uhr "Unregelmäßigkeiten" aufgetreten, teilte der europäische Betreiber Eutelsat in Paris mit. Einzelheiten nannte das Unternehmen nicht.

Der Satellit habe sich automatisch in eine sichere Position gedreht - er sei aber unter Kontrolle, hieß es bei Eutelsat. Im Kontrollzentrum nahe Paris versuchten Techniker, den Satelliten via Funk wieder in die richtige Richtung zu drehen und den Schaden zu beheben. Teilweise wurden Programme und Dienste vorübergehend auf andere Satelliten umgeschaltet.

Europa, Nordafrika und Naher Osten in der Reichweite

Der Satellit schwebt in 36.000 Kilometern Höhe und dreht sich mit der Erde mit. Eutelsat, das insgesamt 23 Satelliten betreibt, startete "W3A" am 16. März 2004. Der Satellit gilt als "sehr ausfallsicher". Er kann pro Sekunde Datenmengen von 1.750 Megabit senden - ein digitaler Fernsehsender allein benötigt etwa vier Megabit pro Sekunde. "W3A" erreicht Europa, Nordafrika und den Nahen Osten.

Über den Hochleistungssatelliten senden die Deutsche Presse-Agentur und Reuters ihre Meldungen sowie einige Fernsehsender aus dem europäischen Ausland ihr Programm. Einige Unternehmen kommunizieren intern via "W3A". (APA/red)

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