Satellitenausfall beeinträchtigt am Montag TV-Nutzer und Nachrichtenagenturen

11. Oktober 2006, 19:03
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"W3A" muss gedreht werden

Ein Satellitenausfall hat am Montag tausende Nutzer europäischer Fernsehsender, Nachrichtenagenturen und Unternehmensnetze beeinträchtigt. Bei einem Routinemanöver des Satelliten "W3A" seien gegen 6.20 Uhr "Unregelmäßigkeiten" aufgetreten, teilte der europäische Betreiber Eutelsat in Paris mit. Einzelheiten nannte das Unternehmen nicht. Mit der Behebung der Störung wurde für den Nachmittag gerechnet.

Der Flugkörper habe sich automatisch in eine sichere Position gedreht. Er sei aber unter Kontrolle, hieß es bei Eutelsat. Im Kontrollzentrum nahe Paris versuchten Techniker, den Satelliten via Funk wieder in die richtige Richtung zu drehen und den Schaden zu beheben. Teilweise seien Programme und Dienste auf andere Satelliten umgeschaltet.

36.000 Kilometern Höhe

Über den Hochleistungssatelliten senden die Deutsche Presse-Agentur und Reuters ihre Meldungen sowie einige Fernsehsender aus dem europäischen Ausland ihr Programm. Einige Unternehmen kommunizieren intern via "W3A".

Der Satellit fliegt in 36.000 Kilometern Höhe und dreht sich mit der Erde mit. Eutelsat, das insgesamt 23 Satelliten betreibt, startete "W3A" am 16. März 2004. Der Satellit gilt als "sehr ausfallsicher". Er kann pro Sekunde Datenmengen von 1.750 Megabit senden - ein digitaler Fernsehsender allein benötigt etwa vier Megabit pro Sekunde. "W3A" erreicht Europa, Nordafrika und den Mittleren Osten. (APA/dpa}

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