"Sind in Zeit geboren, um Mission zu erfüllen"

9. Oktober 2006, 12:20
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Yoko Ono überreichte in Reykjavik den LennonOno-Preis für Frieden an "Ärzte ohne Grenzen"

Reykjavik - Die Witwe des Beatle John Lennon, Yoko Ono, hat von einem isländischen Hotelzimmer aus zu Frieden in der Welt aufgerufen."Wir sind am Beginn von Frieden. Es ist eine Dämmerung am Horizont zu sehen, trotz dunkler Schlachten", sagte Ono am Sonntag, einen Tag vor Lennons Geburtstag. Im Gegensatz zu früheren "bed-ins", als sie zum Teil in Pyjama gekleidet gemeinsam mit Lennon von Hotelbetten aus für den Weltfrieden warb, war sie bei ihrem Gespräch mit der Nachrichtenagentur Reuters in Reykjavik vollständig bekleidet.

Selbstlose Arbeit für einen friedlicheren Planeten

Der LennonOno-Preis für Frieden gehe in diesem Jahr an Ärzte ohne Grenzen (Médecins sans frontières/MSF) und die Menschenrechtsorganisation CCR, sagte Ono. Die mit je 50.000 Dollar (39.482 Euro) dotierten Preise sollten am Montag bei einer Zeremonie im Hofdi-Haus präsentiert werden. In dem geschichtsträchtigen Gebäude in Island trafen sich 1986 der frühere US-Präsident Ronald Reagan und sein sowjetischer Kollege Michail Gorbatschow. Die Preisträger schauten über die gegenwärtigen Konflikte hinaus und arbeiteten selbstlos und ohne Ermüdung für einen friedlicheren Planeten, begründete Ono die Auswahl.

Mission

Sie sagte, KünstlerInnen müssten alles in ihrer Macht stehende tun, um für Frieden zu werben. "Jeder von uns ist in dieser Zeit geboren - nicht einfach so, sondern um eine Mission zu erfüllen. Unsere Arbeit ist noch nicht getan." Der LennonOno-Preis wurde 2002 eingerichtet. Sie habe die Feierlichkeiten aus den USA nach Island verlegt, nachdem sie die einzigartige Schönheit der Insel entdeckt habe, sagte Ono.

John Lennon wurde 1980 in New York auf offener Straße im Beisein seiner Frau erschossen. Am Montag wäre er 66 Jahre alt geworden. Lennon ist einer der einflussreichsten Komponisten aller Zeiten. Gemeinsam mit seiner Band "The Beatles" verkaufte er schätzungsweise mehr als eine Milliarde Schallplatten weltweit. (APA/Reuters)

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    Yoko Ono sieht ihre Arbeit als Friedenswerberin noch nicht getan.
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